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Duisburg - In einer bewegenden Trauerfeier haben Hinterbliebene, Rettungskräfte und Politiker in der Duisburger Salvatorkirche der Toten der Loveparade vor einer Woche gedacht.
Der deutsche Bundespräsident Christian Wulff und Bundeskanzlerin Angela Merkel sprachen den Angehörigen ihr Mitgefühl aus.
Zu Beginn der Trauerfeier wurden eine Kerze und ein Kondolenzbuch vom nahe gelegenen Unglücksort zum Altar gebracht. Rettungskräfte, Notfallseelsorger und andere Einsatzkräfte zündeten in der Kirche 21 Kerzen an.
Vor einer Woche war es beim Technofestival Loveparade zu einer Massenpanik gekommen. 21 Menschen starben, 500 wurden verletzt. "Die Loveparade wurde zum Totentanz", sagte der amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Nikolaus Schneider. "Mitten hinein in ein Fest überbordender Lebensfreude hat der Tod uns allen sein schreckliches Gesicht gezeigt."
Aufklärung versprochen
Nur eine einzige Vertreterin der Politik ergriff in der Kirche das Wort. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft versprach Aufklärung: "Wie konnte dies geschehen? Wer trägt die Schuld? Wer ist verantwortlich? Diese Fragen müssen und werden eine Antwort finden."
Angesichts der Todesumstände der Opfer sei es schwer, Worte zu finden. "Uns alle lässt das Geschehene nicht los. Es macht uns betroffen, hilflos und manche auch wütend." Kraft sagte den Hinterbliebenen unbürokratische Hilfe zu. "Aber wir wissen auch, wir können Ihren Schmerz nicht ermessen und nicht lindern."
Viele Zeugen der Katastrophe seien traumatisiert "angesichts der Bilder, die sie für immer in sich tragen", sagte sie. "Ich kann nachempfinden, was Eltern, Grosseltern, Geschwister und Freunde durchlitten haben, die stundenlang auf ein Lebenszeichen warten mussten." Auch ihr Sohn hatte am Katastrophentag die Loveparade besucht. Kraft rang häufig um Fassung, am Ende wurde ihre Stimme brüchig.
Der umstrittene Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland nahm nicht an der Trauerfeier teil, um die aufgebrachten Bürger nicht durch seine Anwesenheit zu provozieren. Auch Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller verzichtete auf eine Teilnahme.

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SDA-ATS