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In Salenstein im Kanton Thurgau haben Arbeiter in Paletten, mit denen Granitsteine aus China in die Schweiz importiert wurden, vier tote asiatische Laubholzbockkäfer entdeckt. Im Mai wird mit Hilfe von Hunden geprüft, ob es noch lebende Schädlinge im Gebiet hat.

Hermann Brenner, Leiter des Pflanzenschutzdienstes im Kanton Thurgau, bestätigte einen entsprechenden Bericht in der "Thurgauer Zeitung" vom Mittwoch. Arbeiter hätten die toten Käfer im Oktober vergangenen Jahrs entdeckt und den Fund pflichtbewusst gemeldet.

Der asiatische Laubholzbockkäfer (Anoploghora glabripennis) befällt gesunde Laubbäume (Ahorn, Pappel, Weide, Birke, Kastanie). Weibchen bohren Ritzen in den Stamm und legen Eier hinein. Die Larven fressen bis zu drei Zentimeter dicke Gänge ins Holz. Bei starkem wiederholtem Befall kann ein Baum innert weniger Jahre absterben.

Sicherheitsrisiko

Besonders im Siedlungsgebiet werden Bäume dadurch auch zu einem Sicherheitsrisiko. Es besteht die Gefahr, dass befallene Äste bei starken Winden abknicken. Auch an Obstkulturen und im Wald können grosse ökologische und wirtschaftliche Schäden entstehen - in den USA wurden wegen des Schädlings schon abertausende Bäume gefällt.

Zum ersten Mal in der Schweiz entdeckt wurde der Käfer im September 2011 im Kanton Freiburg. "Allerdings wurden dort lebende Käfer festgestellt", sagt Hermann Brenner. Wie in Freiburg werde im Mai auch in Salenstein TG unter Regie des Bundesamts für Umwelt (BAFU) mit Hunden nach möglichen lebenden Laubholzbockkäfern gesucht.

SDA-ATS