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Bern - Swissmedic geht gegen unerlaubte Importe von Tiermedizin vor: Das Schweizer Heilmittelinstitut hat einen Tierarzt aus Frankreich verurteilt, weil er Tiermedikamente in der Schweiz verschrieben hat. Das kann durch die Nahrungskette auch Menschen gefährden.
Der Tierarzt, der an der Grenze zur Schweiz wohnt, verteidigte seine Tätigkeit in der Schweiz mit dem Verweis auf ein französisch-schweizerisches Abkommen aus dem Jahr 1889. Dieses erlaube ihm, in der Grenzregion tätig zu sein.
Der Mann war aber nach einer Mitteilung von swissmedic vom Dienstag weit über dieses Gebiet tätig. Nach erfolgreicher Mund-zu-Mund-Propaganda belieferte er über 40 Kunden ausserhalb des Grenzgebietes. Teilweise besuchte er nicht einmal die Tierherden, für die er Arzneimittel verschrieb.
Das kommt ihn nun teuer zu stehen: swissmedic verhängte eine bedingte Geldstrafe von 90 Tagessätzen, eine Busse von 3000 Franken und die Übernahme der Verfahrenskosten (2000 Franken). Der Entscheid ist rechtskräftig.
Wenn sich Tierhalter "hinter dem Rücken" des offiziellen Tierarztes Arzneimittel für ihre Nutztiere beschaffen, kann das auch für die Menschen Folgen haben. So können Tiere gegen Antibiotika resistent werden, wenn die Medikamentenabgabe nicht vollständig kontrolliert wird. Eine Resistenz kann sich auch auf die Menschen übertragen.
Schon vor einem Jahr hatte swissmedic auf das Problem hingewiesen: Erstmals verurteilte die Behörde im Februar 2009 zwei Landwirte, die sich ebenfalls in Frankreich Arzneimittel für ihre Nutztiere beschafft hatten. Laut swissmedic ist die Dunkelziffer bei solchen Verstössen hoch.

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SDA-ATS