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Gegen "Ausweichbewegung" beim Internet-Handel mit Kulturgütern

Dieser Inhalt wurde am 20. Oktober 2009 - 19:01 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Das Bundesamt für Kultur (BAK) verstärkt seinen Kampf gegen den illegalen Verkauf von Kulturgütern im Internet - gemeinsam mit der Auktionsplattform eBay. Höhere Anforderungen für den Verkauf von Kulturgütern gelten neu für die gesamte Schweizer eBay-Plattform.
Das BAK und eBay unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung, wie aus einem Communiqué des BAK hervorgeht. Bislang war nur in ausgewählten Kategorien der Plattform ein sogenannter Legalitätsnachweis erforderlich, mit dem in- und ausländische Behörden den Verkauf von archäologischem Kulturgut gestatten.
Die Ausweitung ist nötig geworden, weil eine "Ausweichbewegung" hin zu anderen Verkaufskategorien stattgefunden hat, wie Benno Widmer, Leiter der BAK-Fachstelle für internationalen Kulturgütertransfer, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA erklärte. Einige Anbieter tauchten tiefer in die Illegalität ab und verwendeten Codewörter.
Bevor das BAK 2008 die Zusammenarbeit mit eBay begann, wurden dort laut Widmer bis zu 50 problematische Kulturgut-Angebote pro Tag registriert.
Durchaus nicht alle Anbieter von alten Gegenständen machen sich strafbar. Ob es sich bei einem angebotenen Objekt um archäologisches Kulturgut handle oder nicht, müsse jeweils im Einzelfall geprüft werden, erklärte Widmer. Den Legalitätsausweis, falls erforderlich, stellen hierzulande die Kantonsarchäologen aus.
Entscheidend ist für das BAK, dass die besonders gefährdeten Gegenstände, wie sie auf den "Red Lists" des internationalen Museumsrates oder in den bilateralen Kulturgütervereinbarungen der Schweiz aufgeführt sind, nicht illegal gehandelt werden.

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