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Der frühere griechische Verteidigungsminister, Akis Tsochatzopoulos, steht wegen Geldwäsche und Steuerhinterziehung vor Gericht. Der Prozess gegen den einst fast allmächtigen Verteidigungsminister begann am Montagmorgen in Athen.

Dem Sozialisten wird vorgeworfen, mehrere Millionen Euro Bestechungsgeld für den Kauf von U-Booten aus Deutschland sowie Abwehrraketen aus Russland kassiert zu haben. Das griechische Fernsehen zeigte, wie Tsochatzopoulos aus einem Bus der Polizei stieg und in Handschellen in den Gerichtssaal geführt wurde.

Tsochatzopoulos sitzt bereits seit gut einem Jahr in Untersuchungshaft. Er soll das Geld mit Hilfe von 18 Verwandten und Mitarbeitern gewaschen haben. Zu den 18 Mitangeklagten zählen seine Frau, seine deutsche Ex-Frau und seine Tochter.

Im Falle einer Verurteilung drohen Haftstrafen zwischen 10 und 20 Jahren. Tsochatzopoulos wurde bereits am 4. März wegen Steuerhinterziehung zu acht Jahren Haft und 520'000 Euro Geldstrafe verurteilt.

Vorwürfe zurückgewiesen

Der Ex-Minister weist die Vorwürfe zurück. Er verlangt eine Anhörung der früheren Mitglieder des griechischen Aussen- und Verteidigungsrates, der den Kauf der Waffensysteme beschlossen hatte.

Zudem rief Tsochatzopoulos die zehn damaligen Mitglieder des Rates - darunter die Ex-Regierungschefs Kostas Simitis und Giorgos Papandreou sowie den heutigen Sozialistenchef Evangelos Venizelos - schriftlich auf, eine Aussage zu machen.

Tsochatzopoulos war 1974 Gründungsmitglied der sozialistischen Pasok gewesen und hatte seit 1981 verschiedene Ministerposten inne. 1996 wäre er nach dem Rücktritt des schwer kranken Parteigründers Andreas Papandreou beinahe Pasok-Vorsitzender und Ministerpräsident geworden, unterlag aber knapp Simitis.

Zwischen 1996 und 2001 war Tsochatzopoulos unter Simitis Verteidigungsminister. In diese Zeit fallen die umstrittenen Rüstungsgeschäfte.

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SDA-ATS