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Nach Valon Behrami tritt auch Gelson Fernandes aus der Schweizer Nationalmannschaft zurück. Im Gegensatz zu Behrami hegt der 31-Jährige in seiner Rücktrittserklärung keinen Groll gegen den SFV.

"Es war eine Ehre, ein Stolz", mit diesen Worten leitete Gelson Fernandes das längere Communiqué auf Twitter zu seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft ein. Bereits am Montagabend hatte der defensive Mittelfeldspieler über die sozialen Medien vermeldet, sich am Dienstag zu den Medienberichten über das mögliche Ende seiner internationalen Karriere zu äussern.

Am Montagnachmittag hatte Behrami in einem Interview mit RSI das Ende seiner Ära im Nationalteam bekannt gemacht, und dabei schwere Vorwürfe an die Adresse von Nationalcoach Vladimir Petkovic und den Schweizerischen Fussballverband SFV gerichtet. Dabei wurde über die mögliche Ausmusterung weiterer altgedienter Spieler spekuliert - namentlich waren Stephan Lichtsteiner, Johan Djourou und Blerim Dzemaili genannt worden.

Petkovic und der SFV wiesen Behramis Anschuldigungen, er sei Opfer einer politischen Aktion geworden, allerdings zurück. Petkovic plane, in den A-Team-Spielen der Nations League gegen Island und Belgien sowie in den Testspielen gegen England und Katar junge Spieler einzusetzen, damit sich diese für künftige Aufgaben empfehlen könnten. Diese Absicht habe Petkovic einigen erfahrenen Nationalspielern mitgeteilt, endgültig ausgemustert habe er niemanden.

Fernandes, der in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag steht, gab sich in seiner Mitteilung denn auch versöhnlich mit Petkovic und dem SFV. "In all den Jahren habe ich den Fortschritt in der Nationalmannschaft gesehen, verschiedene Generationen erlebt, und bin sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind", kommentierte Fernandes, der als Fünfjähriger mit seinen Eltern von den Kapverdischen Inseln nach Sitten in die Schweiz gekommen war. Nach langem Überlegen sei er deshalb zum Schluss gekommen, seinen Platz für eine neue Generation freizugeben.

Fernandes feierte vor elf Jahren unter Köbi Kuhn beim 2:1-Sieg im Testspiel gegen die Niederlande sein Debüt im Nationalteam. Seither kam er auf 67 Einsätze für die Schweiz, wobei ihm 2 Tore gelangen. Unvergessen bleibt jenes 2010 im WM-Auftaktspiel in Südafrika gegen den späteren Weltmeister Spanien, das der Schweiz einen 1:0-Sieg einbrachte.

Unter Petkovic musste sich Fernandes in den letzten Jahren vermehrt mit der Rolle als Ergänzungsspieler im Nationalteam anfreunden. Von Seiten des Trainers, des Verbands und der Spieler wurde jedoch stets erwähnt, wie wichtig er trotz geringer Einsatzminuten für das Mannschaftsgefüge sei. Auch zuletzt, bei der WM in Russland, war Fernandes vor Ort, ohne zu Einsatzminuten zu kommen.

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SDA-ATS