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Bern - Im Schweizer Strafvollzug wird weniger oft gemeinnützige Arbeit angeordnet als noch vor einigen Jahren. Die Zahlen gehen zurück, wobei es grosse kantonale Unterschiede gibt. Eine ähnliche Entwicklung ist beim elektronisch überwachten Strafvollzug zu beobachten.
Wie aus den jüngsten Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zum Strafvollzug hervorgeht, stiegen die Zahlen der Personen, die gemeinnützige Arbeit leisten mussten, in der ganzen Schweiz 1996 bis 2006 von 1112 auf 5600. Gemeinnützige Arbeit war vermehrt an Stelle von Halbgefangenschaft verfügt worden.
Dann sanken die Zahlen wieder - auf 3408 im Jahr 2009. Der Rückgang kann teilweise mit der Revision des Strafgesetzbuchs von 2007 erklärt werden: Bis 2006 konnten die Vollzugsämter gemeinnützige Arbeit anordnen - an Stelle einer Freiheitsstrafe. Seit 2007 muss diese vom Richter ausgesprochen werden.
Ein Rückgang ist in den meisten Kantonen zu beobachten. In Zürich halbierten sich die Zahlen 2008/2009 nahezu - von 1014 auf 560. In Bern sanken sie von 1697 auf 1286.
Die Zahl der Personen, die in den elektronisch überwachten Strafvollzug eingewiesen wurden (also eine elektronische Fussfessel tragen mussten), stieg von 66 (1999) auf 548 (2006), dann ging sie bis 2009 auf 227 zurück.
Diese Strafform wird oft an Stelle kurzer Freiheitsstrafen angeordnet. Mit der Strafgesetzbuch-Revision 2007 wurden viele kurze Freiheitsstrafen in Geldstrafen umgewandelt. So geht auch die Zahl der Fussfessel-Strafen zurück.
Etwas mehr Insassen in StrafanstaltenDie Zahl der Insassen in Schweizer Strafanstalten ist 2009 erstmals seit 2005 wieder auf über 6000 angestiegen. Laut den BFS-Statistiken zum Sanktionen-Vollzug sassen Anfang September 2009 insgesamt 6084 Personen in den 114 Strafvollzugs-Institutionen der Schweiz - fast 300 mehr als vor Jahresfrist. Seit 1999 gab es nur einmal, 2005, mit 6137 einen höheren Insassenbestand.

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SDA-ATS