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Ein internationales Abkommen soll die Gefahr von Quecksilber für Mensch und Umwelt reduzieren, um Vergiftungen wie im japanischen Minamata in den 1950er Jahren zu verhindern. Im Bild das Mahnmal für die Opfer in Minamata. (Archiv)

Keystone/AP/David Guttenfelder

(sda-ats)

Genf wird Sitz der internationalen Quecksilber-Konvention. Die erste Vertragsstaatenkonferenz zur Minamata-Quecksilber-Konvention sprach sich am Samstag für die Schweizer Stadt aus. Die Schweiz mit Genf war die einzige Kandidatur.

Das teilte das Bundesamt für Umwelt (BAFU) am Samstag mit. Der Entscheid, wo das Sekretariat anzusiedeln sei, hätte eigentlich bereits am Vortag fallen sollen. Die Teilnehmer der Konferenz in Genf konnten sich aber zunächst nicht entscheiden.

"Die Niederlassung des Sekretariats der Minamata-Konvention wird Genf als Standort der internationalen Umweltgouvernanz stärken", wird Marc Chardonnens, Präsident der Konferenz und BAFU-Direktor, in der Mitteilung zitiert.

Die Wahl Genfs für den Sitz des Sekretariats sei ein Zeichen der Anerkennung für das Engagement der Schweiz zugunsten eines Übereinkommens über Quecksilber und bestätige die Rolle der Calvinstadt als Kompetenzzentrum für Umweltfragen.

Gefährliches Schwermetall

Das Übereinkommen, welches auf eine Initiative der Schweiz und Norwegens zurückgeht, wurde 2013 in Genf abgeschlossen. Die Vertragsstaatenkonferenz will die Quecksilberproduktion und -Anwendung weltweit senken. Bis 2020 sollten Produkte, die das Schwermetall enthalten wie beispielsweise Thermometer, verschwunden sein.

Zu den grössten Belastungen kommt es beim Abbau von Gold mit Hilfe von Quecksilber, das eine grosse Gefahr für Boden, Wasser sowie Gesundheit der Arbeiter darstellt. Mehr als 15 Millionen Arbeiter und ihre Angehörigen sind direkt dem gefährlichen Schwermetall ausgesetzt. Bis 2032 sollte Quecksilber nicht mehr in solchen Bereichen zur Anwendung kommen.

Die Konferenz hätte ursprünglich am Freitagnachmittag mit Abschluss des zweitägigen Ministerteils zu Ende gehen sollen. Bundespräsidentin Doris Leuthard hatte am Donnerstag zur Eröffnung des Ministersegments das Übereinkommen als "Erfolg für den Multilateralismus" gelobt.

Der Name Minamata werde nicht mehr nur mit einem Problem, sondern auch mit einer Lösung in Verbindung gebracht, sagte sie. Die Konvention ist nach der japanischen Stadt Minamata benannt, wo sich in den 1950er Jahren eine verheerende Quecksilbervergiftung ereignet hatte. Rund 3000 Personen kamen ums Leben, Tausende weitere trugen schwere Gesundheitsschäden davon.

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SDA-ATS