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Das Filmfestival und internationale Forum für Menschenrechte in Genf (FIFDH) ist am Samstag mit einem Besucherrekord zu Ende gegangen. 25'000 Menschen besuchten das Filmfest. Der Grosse Preis des Festivals ging an "Return to Homs" des syrischen Regisseurs Talal Derki.

Der Preis ist mit 10'000 Franken dotiert. "Return to Homs" gelinge es, die Gleichgültigkeit zu bekämpfen und zugleich Inhalt und Form perfekt in Einklang zu bringen", begründete die Jury ihren Entscheid laut einer Mitteilung der Organisatoren.

Auch der Film "Art War" von Marco Wilms wurde ausgezeichnet. Der Dokumentarfilmer Wilms hatte seit dem Arabischen Frühlings 2011 die Kunstszene in Ägypten begleitet und die Reaktion der Künstler auf Revolution, Gewalt, die Regierungszeit der Muslimbrüder und den Staatsstreich der Militärs eingefangen.

Der Preis für die beste Fiktion ging an "A Stranger" über den Krieg in Bosnien, ein Film des kroatischen Regisseurs Bobo Jelcic.

Den grossen Preis der Weltorganisation gegen die Folter erhielt der Film "Global Gay" von Frédéric Martel und Rémy Lainé. Die Jugend-Jury prämierte gleich zwei Filme: "The Selfish Giant" von Clio Barnard und "7 Jours à Kigali" von Mehdi Ba und Jeremy Frey.

40 Filme und 17 Debatten

Am zehntägigen Festival wurden rund 40 Filme gezeigt und 17 Podiumsdiskussionen mit insgesamt 150 Teilnehmer durchgeführt, wie die Festivalsleitung mitteilte. Thema war unter anderem die Lage der Menschenrechten in Zentralafrika, Kasachstan oder Weissrussland.

Unter den Diskussionsteilnehmern der 12. Ausgabe des Festivals war auch Maria Aljochina von der kremlkritischen Frauenband "Pussy Riot". Aljochina war im vergangenen Dezember nach zwei Jahren Haft aus einem russischen Straflager entlassen worden. In Genf machte sie auf die Lage der politischen Gefangenen in Russland aufmerksam.

SDA-ATS