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Genf - Das Genfer Menschenrechts-Filmfestival (FIFDH) hat den in seiner Heimat zu sechs Jahren Haft verurteilten Regimekritiker Jafar Panahi in die Jury eingeladen. Der Regisseur wurde im Dezember wegen Propaganda gegen die iranische Staatsordnung verurteilt.
Panahi habe bereits im August zugesagt, der Jury in Genf angehören zu wollen, heisst es im Communiqué des FIFDH. Wie bereits am Filmfestival von Cannes im Mai 2010 werde sein Platz leer bleiben. Das Genfer Festival hat zudem auf seiner Internet-Seite einen "Aufruf zu Gunsten von Jafar Panahi" lanciert.
Panahi zählt zu den bekanntesten Regisseuren des Iran. Er erhielt unter anderem bei der Berlinale 2006 den Silbernen Bären für "Offside". 2000 wurde er beim Filmfestival von Venedig für den Film "Der Kreis" mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Seine Verurteilung hatte weltweite Empörung ausgelöst.
Das 9. Festival du film et forum international sur les droits humains in Genf findet vom 4. bis am 13. März statt. Die Jury ist hochkarätig besetzt: Die Autoren Jorge Semprún und Antonio Tabucchi haben ihre Teilnahme zugesagt, hiess es beim FIFDH am Freitag.

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SDA-ATS