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Rund drei Wochen haben die Genfer Polizisten gestreikt und keine Bussen mehr verteilt, ihren Dienst ohne Uniform versehen und sich nicht rasiert. Am Donnerstagabend beschloss die Polizeigewerkschaft, bis am Samstagmittag alle Aktionen zu beenden.

Zwei Drittel der 120 anwesenden Mitglieder der Polizeigewerkschaft unterstützten an einer Versammlung die Beendigung des Streiks, wie UPCP-Präsident Christian Antonietti der Nachrichtenagentur SDA sagte. Mit der für Sicherheit und Polizei zuständigen Staatsrätin Isabel Rochat sei eine Verständigungsebene gefunden worden.

Der Staatsrat habe sich für bessere Arbeitsbedingungen der Polizisten eingesetzt und konkrete und zufriedenstellende Vorschläge vorgelegt, hiess es in einer nach der Versammlung versandten Mitteilung der UPCP. Einzelheiten dazu nannte die Gewerkschaft nicht.

In einer Medienmitteilung vom Freitag begrüsste Rochat den Abbruch des Streiks. Nun könne der Dialog wieder aufgenommen werden. Rochat versprach, die Gewerkschaft bei der Reorganisation des Polizeiwesens künftig stärker einzubinden.

Der Streik war am 17. Februar ausgerufen worden, weil sich die Polizeigewerkschaft von der Kantonsregierung nicht genügend respektiert fühlte. Ausserdem beklagten sich die Polizeibeamten über einen zu grossen administrativen Aufwand, welcher sie von der Arbeit vor Ort abhalte.

Während des Streiks patrouillierten Genfer Polizisten und Polizistinnen in Zivil, aber mit Waffe und Gilet. Sie fühlen sich nicht mehr verpflichtet, sich zu rasieren sowie Piercings oder Ohrringe abzulegen.

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SDA-ATS