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Geothermie-Projekt in Zürich wegen Beschwerden verzögert

Dieser Inhalt wurde am 19. Oktober 2009 - 13:11 publiziert
(Keystone-SDA)

Zürich - Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) will mit zwei Bohrungen im Triemli-Quartier die Möglichkeiten zur Nutzung von Geothermie abklären. Für die erste Bohrung steht technisch alles bereit; wegen Einsprachen kommt es jedoch zu Verzögerungen.
Die Erkundungsbohrung ist bis in eine Tiefe von 3200 Metern geplant. Sie soll Erkenntnisse über die geologischen Verhältnisse liefern. Man geht davon aus, im Kristallin ausreichend Wasser von rund 80 Grad Wärme zu finden, wie Stadtrat Andres Türler, Vorsteher der Industriellen Betriebe der Stadt Zürich, ausführte.
Die Bohrung kann jedoch noch nicht beginnen, weil beim Verwaltungsgericht zwei Beschwerden hängig sind. Für die Erkundungsbohrung hatte der Gemeinderat im vergangenen Dezember knapp 20 Millionen Franken bewilligt.
Wird mit der Erkundungsbohrung geothermisch nutzbares Thermalwasser in ausreichender Menge gefunden, ist eine zweite Bohrung notwendig. Dafür braucht es nochmals 18,8 Millionen Franken. Über diesen vorsorglichen Kredit befinden die Stimmbürger Ende November.
Türler sieht in dem Projekt eine "einmalige Chance, die sich Zürich nicht entgehen lassen sollte". Mit Geothermie könnten das Stadtspital Triemli sowie Gebäude, die auf dem Bohrgelände bis im Frühjahr 2011 gebaut werden, geheizt werden. Es könnten pro Jahr bis zu 2000 Tonnen CO2 gespart werden, sagte Türler.
Laut Türler ist das Zürcher Geothermie-Projekt nicht mit dem in Basel vergleichbar. In Zürich bohre man etwa 2000 Meter weniger tief. Zudem liege Zürich geologisch gesehen in einer ruhigeren Zone. Deshalb sei nicht mit "Rütteleien" zu rechnen.

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