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Die Rettung der Petroplus-Raffinerie in Cressier NE rückt näher. Ein Gericht in Neuenburg hat entschieden, dass die Varo Holding die Raffinerie kaufen darf.

Der zuständige Richter Yves Fiorellino habe seine Zustimmung zum Verkauf der Raffinerie und aller Aktiven durch die Petroplus Refining Cressier SA gegeben, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Nun fehlt noch die Zustimmung der Wettbewerbskommission (WEKO).

Varo ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Rohstoffhändlers Vitol und der Investmentgesellschaft AtlasInvest. Petroplus hatte den Verkauf an Varo bereits Anfang Mai bekannt gegeben. Der Betrieb soll nach Abschluss des Verkaufs im zweiten Quartal 2012 wieder starten. Alle Mitarbeitenden werden übernommen.

Petroplus war Ende Dezember in Schwierigkeiten geraten, weil das Unternehmen Schuldverschreibungen und Anleihen im Wert von 1,75 Mrd. Dollar nicht mehr bedienen konnte. Banken froren noch nicht bezogene Kredite in der Höhe von 1 Mrd. Dollar ein.

Petroplus konnte daher kein Rohöl zur Verarbeitung mehr kaufen. Deshalb mussten mehrere Raffinerien den Betrieb herunterfahren. Über die Gruppe und ihre Gesellschaften wurde die Nachlassstundung verhängt. Auch bei Petroplus-Raffinerien in Deutschland, Frankreich und Belgien wurden Konkursverfahren in den jeweiligen Ländern eingeleitet.

Die Petroplus-Raffinerie in Antwerpen konnte ebenfalls verkauft werden. Bei der Petroplus-Raffinerie Petit-Couronne in Frankreich wurde die Angebotsfrist für Kaufinteressenten verlängert bis zum 25. Mai.

SDA-ATS