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Bangkok - Der mutmassliche Waffenhändler Viktor Bout kommt in den USA vor Gericht. Nach langem juristischen Hin und Her liefert Thailand den Russen jetzt an die USA aus. Moskau kritisierte den thailändischen Gerichtsentscheid scharf.
Ein Berufungsgericht in Bangkok entschied am Freitag in letzter Instanz, den vor über zwei Jahren in Thailand verhafteten Bout an die USA auszuliefern. Eine erste Instanz hatte die Überstellung Bouts in die USA noch abgelehnt. Dagegen hatten die USA Einspruch eingelegt.
Der 43-Jährige, der seit März 2008 in thailändischer Untersuchungshaft sitzt, muss nun innerhalb von drei Monaten ausgeliefert werden. Bouts Anwalt Lak Nitewatwitschan hofft, die Auslieferung noch durch eine Intervention der Politik zu verhindern.
Bout weist die Vorwürfe des internationalen Waffenhandels zurück. Nach seinen Angaben betrieb er ein legales Speditionsunternehmen. Sein Anwalt sagte, in den USA gebe es keinen fairen Prozess für seinen Mandanten. Er kündigte an, sich an die thailändische Regierung zu wenden.
Schützende Hand Moskaus
Der russische Aussenminister Sergej Lawrow kritisierte die Entscheidung des Gerichts als "politisch motiviert". Der Entscheid sei auf sehr starken Druck von aussen zustande gekommen. Russland werde alles tun, um Bout wieder in die Heimat zu holen.
Der thailändische Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva wies die Vorwürfe zurück. Er betonte die Unabhängigkeit der Justiz seines Landes. Thailand habe sich nicht auf die Seite der USA geschlagen, sagte Abhisit nach dem Urteil.
Moskau versucht seit langem, ein Gerichtsverfahren gegen Bout in den USA zu verhindern. Der mutmassliche Waffenhändler steht im Verdacht, auch mit russischen Geheimdiensten Geschäfte gemacht zu haben.
Der ehemalige sowjetische Luftwaffenpilot blieb bei seinen Geschäften jahrelang von Russland unbehelligt und steht Spekulationen zufolge unter staatlichem Schutz.
In den USA droht Bout eine lebenslange Haftstrafe. Die USA betrachten Bout als einen der grössten Waffenhändler weltweit. Ihm wird zur Last gelegt, unter anderem die Taliban in Afghanistan, das Terrornetzwerk Al-Kaida, marxistische Rebellen in Südamerika und den früheren liberianischen Präsidenten Charles Taylor mit Waffen versorgt haben.

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SDA-ATS