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Geteilte Meinungen zu Sion 2026 im Walliser Kantonsparlament

Im Walliser Kantonsparlament waren die Meinungen zur Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2026 geteilt.

KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

(sda-ats)

Der Walliser Grosse Rat ist am Montag auf die Vorlage zur finanziellen Unterstützung für die Olympischen Winterspiele 2026 eingetreten. Die Meinungen zur Olympia-Kandidatur waren jedoch geteilt.

Das Eintreten auf das Geschäft war mit 95 zu 33 Stimmen bei einer Enthaltung unbestritten. Damit wird der Weg frei für eine Detailberatung am Freitag zur finanziellen Unterstützung von maximal 100 Millionen Franken durch den Kanton.

Kritisch zeigten sich vor allem die Grünen, die SVP und Teile der SP. Ihrer Ansicht nach bleiben viele Fragen zu einem allfälligen Defizit offen. "Wenn die Antworten dazu später kommen, muss auch das Parlament später darüber diskutieren und die Abstimmung verschoben werden", sagte Cyrille Fauchère von der SVP Unterwallis.

Die Grüne Grossrätin Céline Dessimoz bezeichnete als "schwierig, sich positiv über ein Projekt zu äussern, das derart viel Unsicherheit beinhaltet." Für die Olympia-Kandidatur sprachen sich hingegen die FDP und die CVP aus.

Von einem "guten Anschub für die Erneuerung der touristischen Infrastruktur" sprach Sidney Kamerzin von der CVP. Der zuständigen Kommission des Parlaments war es ein Anliegen, der finanziellen Unterstützung Leitplanken zu setzen.

Offene Fragen

Sie schlug einen Zusatzartikel vor, gemäss dem die Walliser Regierung ihre finanzielle Unterstützung zurückziehen müsste, falls das dem Grossen Rat vorgelegte Projekt verändert würde. Der Walliser Staatsrat Frédéric Favre (FDP) konnte noch nicht alle Fragen beantworten.

Er räumte ein, dass die Frage einer Defizitgarantie zwischen dem Kandidaturkomitee und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOK) bis zur kantonalen Volksabstimmung vom 10. Juni noch geklärt werden müsse. "Acht Jahre vor den Spielen haben wir noch nicht alle Gewissheiten", sagte Favre. Er bekräftige vor dem Kantonsparlament, dass die Kandidatur auf bestehenden Infrastrukturen aufbaue.

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