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Niederhasli ZH/Büren BE - Die Schweizer Getreideproduzenten wollen die vom Bund beschlossene Senkung des Mehlzolles nicht kampflos hinnehmen. Während der nun beginnenden Erntezeit tragen sie deshalb schwarze Armbinden und hängen schwarze Schleifen an die Traktoren-Rückspiegel.
Bei zwei gleichzeitig durchgeführten Kundgebungen in Niederhasli ZH und in Busswil bei Büren BE wurden am Dienstagmittag die ersten Traktoren mit Schleifen ausgerüstet und Armbinden an die Landwirte verteilt.
Diese Armbinden tragen die Bauern während der kommenden drei Wochen, wenn sie ihr Getreide ernten und in einer der rund 100 Sammelstellen in der Schweiz abliefern.
Mit dem Trauerflor demonstrieren der Schweizerische Getreideproduzentenverband (SGPV) und die Bauernverbände der Kantone Zürich und Bern gegen den Entscheid des Volkswirtschaftsdepartementes (EVD), den Zoll für EU-Mehl per 1. Juli von 65 auf 51 Franken pro 100 Kilogramm zu senken.
Mit der Preissenkung um 14 Franken kostet das Mehl aus Ländern wie Frankreich, Deutschland oder Österreich nun gleich viel wie das Schweizer Mehl, nämlich 46 Franken pro 100 Kilogramm. Schweizer Bäcker stehen somit zum ersten Mal vor der Entscheidung, ob sie einheimisches oder importiertes Mehl verarbeiten wollen.
"Brot wird nicht billiger"
Um bei diesem Wettbewerb mithalten zu können, müssen die Schweizer Bauern über kurz oder lang ihre Preise senken. Den Konsumenten dürfte die Mehlzollsenkung aber kaum nützen. "Das Brot wird wahrscheinlich nicht billiger", sagte Werner Stähli, Geschäftsführer des Getreidezentrums Niederhasli.
Er rechnet damit, dass die Einsparungen "irgendwo in der Handelskette verlorengehen und nicht beim Konsumenten ankommen".
Das EVD kündigte am 29. Juni an, den Mehlzoll per 1. Juli nach unten zu korrigieren - in erster Linie, um die Margen der Schweizer Getreidemüller zu senken. Für die Bauernverbände ist es aber klar, dass die Müller die Einbussen an die Nächstkleineren weiterreichen werden, also an die Bauern.

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SDA-ATS