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Eine Woche nach dem Tod eines jungen Demonstranten in Frankreich haben sich hunderte Menschen in mehreren Städten des Landes an Kundgebungen gegen Polizeigewalt beteiligt. In der westfranzösischen Stadt Nantes sowie im südfranzösischen Toulouse kam es zu Ausschreitungen.

Dabei wurden mindestens fünf Demonstranten und vier Polizisten verletzt. Die Polizei sprach von Dutzenden Festnahmen.

An der Demonstration in Nantes nahmen laut Polizei bis zu 800 Menschen teil. Die Ausschreitungen begannen am Nachmittag, an ihnen beteiligten sich nach Angaben der Behörden rund 200 gewaltbereite Demonstranten.

Sie riefen unter anderem "Bullen, Schweine, Mörder" und warfen mit Flaschen und anderen Gegenständen auf Beamte. Die Polizei setzte unter anderem Tränengas und Gummigeschosse ein.

Fünf Demonstranten wurden verletzt, einer von ihnen erlitt einen offenen Nasenbruch. Auch drei Polizisten wurden nach Behördenangaben verletzt. 21 Kundgebungsteilnehmer wurden festgenommen. Erst am Abend kehrte Ruhe ein.

In Toulouse demonstrierten rund 600 Menschen, dort wurde bei Zusammenstössen mit der Polizei ein Beamter leicht verletzt. Es gab 13 Festnahmen. Auch in anderen Städten, darunter in Lille, Bordeaux und Avignon, kam es zu Kundgebungen. An ihnen nahmen nach Angaben der Polizei zwischen 100 und 200 Menschen teil.

Durch Polizeigranate getötet

Am vergangenen Wochenende war bei Protesten gegen einen Staudamm in Südfrankreich der 21-jährige Demonstrant Rémi Fraisse vermutlich durch eine Polizeigranate getötet worden. Der Vorfall löste landesweit Bestürzung aus, das Staudammprojekt wurde vorerst gestoppt.

Premierminister Manuel Valls und Innenminister Bernard Cazeneuve verurteilten die gewaltsamen Proteste. Diese "beleidigen das Gedenken an Rémie Fraisse", sagte Valls.

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The citizens' meeting

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SDA-ATS