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Gewinner der deutschen Vorausscheidung will nicht zum ESC

Die Vorentscheidung für den Eurovision Song Contest hat in Deutschland mit einem Paukenschlag geendet. Der vom Publikum auserkorene Gewinner Andreas Kümmert nimmt die Wahl nicht an. Die Zweitplatzierte soll Deutschland bei der Show in Österreich vertreten.

Der 28-jährige Rock- und Bluessänger sagte nach dem Sieg in der Show "Unser Song für Österreich": "Vielen lieben Dank. Ich bin überwältigt von euch allen". Er könne aber die Wahl nicht annehmen, deshalb solle die zweitplatzierte Ann Sophie nach Wien fahren, sagt Kümmert.

Das Publikum in der Halle reagiert mit Buh-Rufen. Auch Ann Sophie schaut entsetzt und sieht nicht so aus, als ob sie sich jetzt freuen könnte. Damit hat der Eurovision Song Contest aus deutscher Sicht schon vor dem Finale am 23. Mai in Wien einen Makel.

Bereits bei der Bekanntgabe der Kandidaten für den Vorentscheid hatten manche gerätselt, warum ausgerechnet Andreas Kümmert antritt. Der pummelige Bartträger hatte vor einem Jahr die Castingshow "The Voice of Germany" gewonnen, schien sich aber nie wohl im Medienzirkus zu fühlen.

Mit Fieber beim Arzt

Noch am Tag vor dem Vorentscheid hatte er die Proben verpasst. Er war mit 40 Grad Fieber beim Arzt, wie es in der Show hiess. Kümmert hat nicht nur eine Riesenstimme, er bringt Tiefe und viele Facetten in seine Songs. Leichtfertig hat er die Entscheidung sicherlich nicht getroffen. Nach seinem Abgang wirkt er zerknirscht.

Die 24-jährige Ann Sophie bekommt nun die Chance, sich beim ESC-Finale am 23. Mai in Wien vor einem Millionenpublikum zu präsentieren. Geschätzte 180 Millionen TV-Zuschauer in aller Welt hatten das Finale im vergangenen Jahr angesehen.

Die Hamburgerin bezeichnet sich selbst als "Rampensau", sie versprüht natürlichen Charme und wirkt echt. Manche mag ihr Auftritt an Lena Meyer-Landrut erinnert haben, die 2010 den Eurovision Song Contest für Deutschland gewann.

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