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Für den Tod von drei Bergleuten in einer ostdeutschen Kali-Grube ist eine sehr hohe Kohlendioxid-Konzentration verantwortlich. Das gehe aus dem vorläufigen Obduktionsergebnis ihrer Leichen hervor, sagte ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft am Donnerstag.

Das Gas führt in hoher Konzentration zu Bewusstlosigkeit und Atemstillstand. Bereits kurz nach dem schweren Unglück in Unterbreizbach (Bundesland Thüringen) am Dienstag war vermutet worden, die Bergleute im Alter von 24, 50 und 56 Jahren seien in 700 Metern Tiefe erstickt.

Das tödliche Gas hatte sich nach Unternehmensangaben nach einer Routinesprengung zur Kali-Gewinnung in Sekunden in der verzweigten und bis zu 1000 Meter tiefen Grube des Kali- und Düngemittelproduzenten K+S ausgebreitet. Bergamt und Staatsanwaltschaft untersuchen, wie es zu dem Gasausbruch, der für eine gewaltige Druckwelle sorgte, kommen konnte. Es war das schwerste Grubenunglück seit 20 Jahren in Deutschland.

Vor der Sprengung war zunächst ein Erkundungstrupp mit sieben Bergleuten in die Grube gegangen. Nur vier Kumpel konnten sich retten. Sie sind nach Unternehmensangaben inzwischen nicht mehr in ärztlicher Behandlung.

SDA-ATS