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Die Bilanz von SFV-Präsident Peter Gilliéron zur Schweizer WM-Mission fällt nicht positiv aus. Man könne nicht mit erhobenem Haupt abtreten, so der Berner.

Nationaltrainer Vladimir Petkovic ist dennoch kein Thema, sagt Peter Gilliéron klipp und klar.

Der Tisch auf dem Podium in der Eishalle neben dem Torpedo-Stadion von Togliatti war lang. Mehrere Stühle standen bereit, doch Nationaltrainer Vladimir Petkovic sass auch am Tag nach dem Ausscheiden im WM-Achtelfinal gegen Schweden auf keinem dieser Stühle.

So hatte er es die ganzen dreieinhalb Wochen seit der Ankunft an der Wolga gehalten. Er schottete sich ab und mied die Öffentlichkeit. Petkovic zeigte sich nur an den FIFA-Pflichtterminen am Spieltag und am Tag zuvor. Wie Petkovic mit 24 Stunden Abstand die Niederlage analysierte, und wo er die Gründe für den schwachen Auftritt ortete, behielt er für sich. Man könnte sagen: So mutlos und risikoscheu wie Petkovic in Russland kommunizierte, so trat sein Team beim 0:1 gegen Schweden auf.

Stellung nahm nach dem Ausscheiden dafür Verbandspräsident Peter Gilliéron. Er verbarg seine Gefühle nicht. "Im Moment sehe ich es negativ und ich bin grausam enttäuscht. Wir können nicht erhobenen Hauptes gehen und können nicht sagen: Alles ist gut." Genau dies war das Ziel der SFV-Spitze gewesen: Mit erhobenem Haupt die WM-Bühne verlassen - egal wie weit die Mannschaft gekommen ist. So wie vor vier Jahren nach dem heroischen Kampf im WM-Achtelfinal gegen Argentinien. Oder vor zwei Jahren an der EM beim unglücklichen Ausscheiden im Penaltyschiessen gegen Polen.

Von einem Stillstand oder gar Rückschritt wollte Gilliéron dann aber doch nicht reden. Dieses Feld überliess er lieber den Medien. "Ich möchte schon etwas weiter in die Vergangenheit zurückblicken. Wir kommen im Moment zwar nicht weiter als in die Achtelfinals, aber wir sind trotzdem auf einem guten Level. Wir haben eine Mannschaft, die zu den besten von Europa gehört - nicht zu den allerbesten, aber zu den besten."

Den emotionslosen Auftritt gegen Schweden konnte sich Gilliéron nicht erklären. Oder doch? "Wir hatten den emotionalen Höhepunkt im Spiel gegen Serbien. Danach qualifizierten wir uns für den Achtelfinal, doch dort war nicht Deutschland der Gegner sondern Schweden." Hat das Team also diesen Widersacher unterschätzt? "So weit würde ich nicht gehen. Aber wenn man mit Deutschland rechnet, und dann kommt Schweden, setzt sich das in den Köpfen halt irgendwie fest."

Petkovic-Entlassung kein Thema

In den Zwischentönen schwang somit durchaus auch Kritik am Trainer mit. In Frage gestellt wird Petkovic beim SFV aber nicht. "Ich garantiere, dass Vladimir Petkovic kein Thema ist. Es wäre absurd, wenn wir den Vertrag noch vor der Qualifikation verlängern und ihn dann auflösen, weil Petkovic die Viertelfinals nicht erreicht hat."

Als Verbandspräsident müsse er einen weiten Blick haben, und bei aller Enttäuschung sehe er in der Gesamtbilanz der vierjährigen Ära Petkovic auch Positives, so Gilliéron. "Früher haben wir uns nie für ein Turnier qualifiziert, jetzt sind wir regelmässig dabei. Das ist keinesfalls selbstverständlich." Aber man müsse genau analysieren, was passiert sei vor diesem Spiel gegen Schweden. "Im Moment habe ich noch keine Erklärung."

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SDA-ATS