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Zürich - Der schweizerisch-irische Backwarenkonzern Aryzta hat mit Tiefkühl-Gipfeli, knusprigen Brötchen und Süssgebäck deutlich weniger Umsatz erwirtschaftet als im Vorjahr: Die Verkäufe im Geschäftsjahr 2009/10 (per Ende Juli) sanken um 8,6 Prozent auf 3,01 Mrd. Euro, wie der Konzern am Montag bekannt gab.
Im grössten Geschäftsbereich, dem Nahrungsmittelgeschäft in Europa, ging der Umsatz um 8,2 Prozent auf 1,07 Mrd. Euro zurück. Besonders in den krisengeplagten Ländern Grossbritannien und Irland haben die Konsumenten weniger zugelangt. Auch in Nordamerika verkaufte Aryzta weniger.
Operativ konnte Aryzta unter anderem dank Kosteneinsparungen den Gewinn aber um 2,2 Prozent auf 304,6 Mio. Euro steigern. Unter dem Strich steht ein Gewinn von 193,9 Mio Euro, das sind 5 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode.
Aryzta ist 2008 aus der Fusion der Aargauer Grossbäckerei des Unternehmers Fredy Hiestand und der irischen IAWS-Gruppe entstanden. "Hiestand" ist weiterhin eine der Marken des Aryzta-Konzerns.
Schwierige Märkte
Die Märkte dürften weiterhin schwierig bleiben, sagte Aryzta-Chef Owen Killian. Auch die Tochterfirma Origin, die Dünger- und Futtermittel verkauft, muss einen Umsatzrückgang und einen tieferen operativen Gewinn hinnehmen, wie schon in der vergangenen Woche mitgeteilt worden war.
Der Konzern ist in letzter Zeit mit Zukäufen gewachsen und sieht sich daher dennoch gut positioniert. Den Aktionären will der Konzern pro Anteilsschein 36.7 Euro-Cent bezahlen, etwas mehr als die 35.2 Euro-Cent des Vorjahres.
Wegen des tiefen Euro-Kurses beträgt die Dividende in Schweizer Währung diesmal nur 48 Rappen. 2009 hatten Aktionäre, die sich ihren Gewinnanteil in Franken auszahlen liessen, etwa 5 Rappen mehr bekommen.

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SDA-ATS