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Lindsey Vonn und Sofia Goggia starten am Mittwoch in der Olympia-Abfahrt als Favoritinnen. Michelle Gisin will aufs Podest, Lara Gut kann den bitteren 4. Platz im Super-G vergessen machen.

Es wäre eine wunderschöne Geschichte: Vier Jahre nach dem Gold-Coup ihrer Schwester Dominique in Sotschi bietet sich Michelle Gisin die Chance, in Südkorea das Podest zu erklimmen. In den letzten Tagen deutete die 24-jährige Engelbergerin an, dass ihr Unterfangen kein unrealistisches ist. "Ich will um eine Medaille mitfahren. Es ist alles offen", sagte sie nach den Plätzen 6 und 7 in den ersten zwei Trainings. Wohl fühlt sich die Allrounderin auf dem ungewöhnlichen, nicht sonderlich anspruchsvollen Kurs in Jeongseon wie fast auf allen Pisten dieser Welt. "Es ist so genial, hier runter zu fahren. Die Strecke ist mega cool, sie beinhaltet alles", sagt sie.

Michelle Gisin ist in der von Sofia Goggia (2 Siege) und Lindsey Vonn (3 Siege) dominierten Disziplin die einzige Schweizerin, die es in den sieben Weltcup-Abfahrten - als Dritte in Lake Louise - aufs Podest geschafft hat. Und doch sind auch die Chancen von Lara Gut intakt, war sie doch im Verlauf der Saison einige Male nahe an den Top 3 und feierte sie 7 ihrer 24 Weltcupsiege in der Abfahrt.

Tiefschlag verdauen

Mitentscheidend bei Lara Gut ist, wie es ihr gelingt, den Super-G abzuhaken, in dem ihr durch Ester Ledeckas späte Goldfahrt die Bronzemedaille um einen Hundertstel entglitt. Es falle ihr heute nicht leichter als früher, Enttäuschungen zu verarbeiten, gestand sie. Sie sagte aber auch: "Ich habe gelernt, schlechte Tage zu akzeptieren. Nach gewissen Rennen enttäuscht zu sein, ist menschlich."

Ihre Liebe zum Skifahren leide darunter nicht, so Gut weiter. Mit der Olympiastrecke hat sie sich indes noch nicht restlos angefreundet. Nach den ersten Trainings, in denen sie nicht bei den Schnellsten war, meinte sie: "Es ist ganz anders als das, was wir gewohnt sind." Gut spielte auf das ungewohnt niedrige Tempo an und befand: "Es ist wichtig, die Geschwindigkeit sukzessive aufzubauen. Fährst du eine Stelle nicht sauber und verlierst auch nur einen, zwei Stundenkilometer, hast du keine Chance mehr." Gefordert ist die feine Klinge.

Suters und Flurys Nervenflattern

Derweil Michelle Gisin und Lara Gut an den Trainingstagen Energie tanken konnten, standen die beiden weiteren Schweizer Starterinnen unter Starkstrom. Corinne Suter und auch Jasmine Flury, die sich in der internen Qualifikation gegen Joana Hählen durchsetzten, drohten unter dem Druck fast zu zerbrechen. Corinne Suter machte am Qualifikations-Montag eigenen Bekundungen zufolge die nervösesten Stunden ihres Lebens durch, Jasmine Flury wurde im Zielraum von den Emotionen übermannt, als der Trainer-Entscheid zu ihren Gunsten noch ausstehend war.

Die Schwyzerin und die Bündnerin starten am Mittwoch befreit und ohne Erwartungsdruck - wobei der Gang durch die Qualifikations-Mühle ein gutes Omen sein kann. Vor acht Jahren in Vancouver triumphierte Didier Défago, vor vier Jahren in Sotschi Dominique Gisin. Beide hatten sich zuvor intern qualifizieren müssen.

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SDA-ATS