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Goldene Medaille an Barroso, Van Rompuy und Schulz verliehen

Die Fondation Jean Monnet pour l'Europe hat in Lausanne hochrangige EU-Politiker für ihre Verdienste ausgezeichnet. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz bekamen eine goldene Medaille.

Man könne nicht oft zur gleichen Zeit am gleichen Ort die amtierenden Präsidenten der drei wichtigsten Institutionen der Europäischen Union empfangen, sagte laut Redetext José Maria Gil-Robles, Präsident der Fondation Jean Monnet.

Die Stiftung wurde 1978 vom französischen Unternehmer Jean Monnet gegründet, der als einer der Gründerväter der Europäischen Gemeinschaften gilt. Er vermachte seine gesamten Archive der Stiftung, die sich auf dem Gelände der Universität Lausanne befindet.

Van Rompuy und Barroso führen ihre Ämter nur noch wenige Wochen aus. Barroso war während zehn Jahren EU-Kommissionspräsident. Van Rompuy stand dem EU-Rat während fünf Jahren vor.

Dank und Ermutigung

Ihre Auszeichnung sei deshalb vor allem der Dank für die vollendeten Aufgaben. Bei Martin Schulz, der dem EU-Parlament während zweieinhalb Jahren vorstand und für eine neue Amtszeit gewählt wurde, soll sie auch eine Ermutigung sein, sagte Gil-Robles.

Die drei von der Fondation Jean Monnet ausgezeichneten Politiker hätten einen kontinuierlichen und positiven Dialog unter den Institutionen aufrecht erhalten.

"Diese drei Persönlichkeiten haben die Geschichte der europäischen Integration geprägt", sagte der Stiftungspräsident weiter. Dies, obwohl die vergangenen fünf Jahre "kritisch" für die Eurozone gewesen seien.

Jugendarbeitslosigkeit besiegen

Schulz bezeichnete die Jugendarbeitslosigkeit als derzeit drängendstes Problem in Europa. "Die Glaubwürdigkeit Europas steht auf dem Spiel. Wir müssen den Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit gewinnen", sagte der EU-Parlamentspräsident. Das Überleben Europas hänge davon ab.

Van Rompuy sagte in seiner Dankesrede, Europa müsse weiter vorwärts kommen. Angesichts des Aufkommens von populistischen Ideen sei Handeln gefordert. Europa müsse seinen Werten treu bleiben, um ein "Ort der Hoffnung" zu bleiben, sagte der Belgier.

Barroso rief dazu auf, "den Stolz, Europäer zu sein, wiederzufinden." Das sei ein legitimer Stolz, denn die EU sei noch immer sehr attraktiv - man müsse dazu nur an die Ost- und Südgrenzen blicken.

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