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Berlin - An allen zwölf Standorten von Atomkraftwerken in Deutschland demonstrieren Greenpeace-Aktivisten seit dem frühen Morgen gegen die heutige Kabinettsentscheidung für längere Laufzeiten. Sie projizieren dabei den Slogan "Atomkraft schadet Deutschland" an die Reaktoren und Kühltürme der Kraftwerke.
Greenpeace forderte Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) auf, seine Zustimmung zu den Novellen des Atomgesetzes zu verweigern. Die Umweltschützer verlangen die Abschaltung der sieben ältesten Reaktoren sowie des nach Pannen stillstehenden Meilers Krümmel in Schleswig-Holstein und einen endgültigen Atomausstieg bis 2015.
Das Bundeskabinett will heute das Energiekonzept mit den längeren Atomlaufzeiten beschliessen. Die Laufzeiten der sieben vor 1980 ans Netz gegangenen Atommeiler sollen um acht, die der anderen zehn Anlagen um 14 Jahre verlängert werden.
Dafür will die Regierung im Gegenzug rund 30 Milliarden Euro von den zusätzlichen Gewinnen der Betreiber abschöpfen. Damit würde der letzte Meiler nicht vor dem Jahr 2036 vom Netz gehen. SPD und Grüne hatten 2002 im Atomgesetz einen Ausstieg bis 2022 vereinbart.

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SDA-ATS