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Der neu entflammte Grenzstreit zwischen Thailand und Kambodscha schwelt weiter. Am Montag lieferten sich Soldaten beider Länder in der Umgebung des umstrittenen Tempels Preah Vihear erneut ein Gefecht und trieben tausende Anwohner in die Flucht.

"Die Schüsse haben heute morgen zum vierten Mal begonnen", sagte der kambodschanische Ministerpräsident Hun Sen in Phnom Penh. Nach Angaben der kambodschanischen Armee begannen die Gefechte am Morgen, als thailändische Soldaten versuchten, Verletzte von Kämpfen der vergangenen Tage zu bergen.

Die thailändische Armee sprach von einem kurzen Schusswechsel von zwei Minuten, der durch ein "Missverständnis" ausgelöst worden sei. Seit dem Wochenende kamen auf beiden Seiten mindestens sechs Menschen ums Leben, darunter auch Zivilisten. Dutzende wurden verletzt.

Nach dem jüngsten Gefecht seien auf thailändischer Seite 15'000 Anwohner geflüchtet, sagte der Gouverneur der Provinz Si Saket, Suwan Sujalit.

Aufruf zur Zurückhaltung

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon äusserte sich besorgt über den Konflikt zwischen den asiatischen Nachbarländern. Er forderte beide Seiten auf, sich auf ein Ende der Kämpfe zu einigen und ein Höchstmass an Zurückhaltung zu zeigen.

Das chinesische Aussenministerium erklärte, China hoffe, dass beide Länder Ruhe und Zurückhaltung an den Tag legen und ihre Differenzen durch Verhandlungen beilegen würden, um eine weitere Eskalation zu verhindern.

UNO-Sicherheitsrat eingeschaltet

Zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen wandte sich der kambodschanische Premier Hun Sen am Montag an die Vereinten Nationen. Er bat um die Entsendung von Blauhelmen, um eine Pufferzone im Grenzgebiet einzurichten. In einem Brief an den UNO-Sicherheitsrat verlangte er eine Sondersitzung des Gremiums.

Der UNO-Sicherheitsrat in New York forderte am Montag eine Waffenruhe. Der Sicherheitsrat erwäge eine Sondersitzung, wenn es zu keiner Einigung komme, sagte die brasilianische UNO-Botschafterin Maria Luiza Ribeiro Viotti, die derzeit das mächtigste UN-Gremium führt.

Das thailändische Aussenministeriums hatte sich zuvor ebenfalls an den Sicherheitsrat gewandt und gegen "wiederholte und unprovozierte Angriffe kambodschanischer Soldaten" provoziert.

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SDA-ATS