Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Griechenland drängt die Schweiz auf den raschen Abschluss eines Steuerabkommens. "Wir müssen die Gespräche schnellstens wieder aufnehmen", sagte Ilias Plaskovitis, Staatssekretär im griechischen Finanzministerium, in einem Interview in der Dienstagsausgabe von "Le Temps".

Konfrontiert mit dem griechischen Drängen sagte Mario Tuor, Sprecher des Staatssekretariats für internationale Finanzfragen, die Schweiz habe immer gesagt, sie wolle zuerst die Steuerabkommen mit Grossbritannien und Deutschland unter Dach bringen, bevor sie dem Wunsch Griechenlands nach einem Abkommen nachkommen werde.

Noch sind die Abkommen mit Deutschland und Grossbritannien nicht im Trockenen, die Zustimmung der jeweiligen Parlamente steht noch aus. Tuor geht davon aus, dass ein Abkommen mit Athen dereinst aber schnell abgeschlossen werden kann, sofern Griechenland keine Sonderwünsche hat.

Plaskovitis bekräftigte im Interview mit der Westschweizer Tageszeitung "Le Temps" die Bereitschaft seines Landes, einer Abgeltungssteuer zuzustimmen. Voraussetzung sei, dass die Schweiz einen Teil der Steuer bereits unmittelbar nach Vertragsunterzeichnung überweise.

Mit der Abgeltungssteuer bliebe die Anonymität der griechischen Kunden, die unversteuertes Geld auf Schweizer Banken platziert haben, gewahrt. Sollten griechische Steuerhinterzieher ihre Schweizer Konten aber schliessen und ihr Geld auf andere Finanzplätze verschieben wollen, dann müsse die Schweiz Massnahmen treffen, um den griechischen Behörden die Identifizierung der Betreffenden zu ermöglichen, sagte Plaskovitis weiter.

Er geht davon aus, dass allein seit Beginn der Krise vor rund zwei Jahren rund 70 Milliarden Euro ausser Landes gebracht wurden. "Und wir haben gute Gründe zu glauben, dass ein grosser Teil dieses Geldes in die Schweiz transferiert wurde."

Das Europäische Parlament schätzte die Gesamthöhe der unversteuerten griechischen Gelder auf Schweizer Banken Ende letzten Jahres auf etwa 200 Milliarden Euro - eine Zahl, die die damalige Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey allerdings als weit übertrieben bezeichnet hatte.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS