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Griechische Bauern drohen mit Eskalation der Proteste

In ganz Griechenland gehen die Landwirte wegen der geplanten Rentenreform auf die Barrikaden. Seit Wochen blockieren sie mit ihren Traktoren wichtige Verkehrsadern. Von Freitag an wollen sie mindestens zwei Tage lang das Zentrum der Hauptstadt Athen lahmlegen.

Die umstrittene Rentenreform sieht für die Agrarwirtschaft massive finanzielle Einschnitte vor. Die Landwirte hatten der Regierung in Athen ein Ultimatum bis Montag gestellt, berichten griechische Medien weiter: Wenn Ministerpräsident Alexis Tsipras die Rentenreform nicht vollständig zurückziehe und die Verhandlungen quasi von Null an begännen, sei man nicht gesprächsbereit.

Entsprechend hätten die Landwirte auch einer Einladung des Landwirtschaftsministeriums zu Gesprächen am Dienstag eine Absage erteilt. Stattdessen riefen sie für Freitag zum Marsch nach Athen auf - und wollen dort das Zentrum je nach Wetterlage mindestens zwei oder drei Tage lang blockieren.

Mit mehr als 20'000 Teilnehmern rechnet der Repräsentant der Landwirte der mittelgriechischen Stadt Larissa, Christos Sidiropoulos, für das Protest-Wochenende in Athen. "Innerhalb von 14 Stunden sind wir am Stadtrand", sagte er im Interview mit dem griechischen Fernsehsender Mega. Die Rentenreform, gegen die die Bauern so vehement ankämpfen, sieht unter anderem eine schrittweise Erhöhung der Rentenbeiträge im Agrarsektor von 7 auf 20 Prozent vor.

International sorgt der Aufstand der griechischen Landwirte schon längst für Schwierigkeiten. So hat das Nachbarland Bulgarien die EU-Kommission aufgefordert, sich einzuschalten, um das Problem "in möglichst kurzer Frist" zu lösen. Vor allem an den Grenzübergängen Kulata-Promachon und Ilinden-Exochi würden die kilometerlangen Schlangen wartender Lastwagen immer länger, hiess es.

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