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Eine wohlhabende Witwe und ein Rentner haben den griechischen Staat wegen ihrer Verluste als Folge des milliardenschweren Schuldenschnitts verklagt. Die 76-jährige Frau wolle 200'000 Euro zurück, die sie in Staatsanleihen angelegt habe, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag.

Die Papiere seien nur noch die Hälfte wert. Der Rentner habe einen Verlust von etwa 4000 Euro geltend gemacht. Wegen des Schuldenschnitts haben Anleger im Durchschnitt drei Viertel ihrer Investments abschreiben müssen.

Die griechischen Rentner sind besonders hart von der Wirtschaftskrise getroffen worden. Sie haben in den vergangenen zwei Jahren im Schnitt rund ein Viertel ihrer Altersruhegelder verloren.

Weitere Proteste

Dutzende griechische Reporter, Fotografen und Vertreter von Journalistenverbänden demonstrierten am Freitag gegen Polizeiwillkür und Attacken auf Medienvertreter in Athen demonstriert. Am Vorabend hatte gemäss dem Fotografenverband ein Bereitschaftspolizist mit einem Schlagstock den Verbandspräsidenten Marios Lolos am Kopf verletzt.

Der Fotograf sollte am Freitagnachmittag operiert werden. Staatsanwälte konnten ihn jedoch befragen. Der verletzte Fotograf sagte nach Angaben seines Verbandes, er sei bei der Räumung des Platzes vor dem griechischen Parlament durch die Polizei von hinten mit einem Schlagstock am Kopf getroffen worden.

Es sei deutlich zu erkennen gewesen, dass er Journalist ist. Bereits am Mittwoch war eine griechische Reporterin bei einem ähnlichen Zwischenfall verletzt worden.

Die Regierung in Athen drückte ihr Bedauern aus. Es sei "selbstverständlich, dass der Fall geklärt wird und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden", erklärte Regierungssprecher Pantelis Kapsis am Freitag. Die Polizei leitete eine Untersuchung ein, hiess es seitens des Ministeriums für Bürgerschutz.

Bei einer weiteren Demonstration kam es am Freitag zu Auseinandersetzungen zwischen den Demonstranten und der Polizei. Lastwagenfahrer und Hafenarbeiter gingen gegen Kürzungen ihrer Zulagen auf die Strasse.

Die Polizisten setzten Tränengas und Schlagstöcke ein, als sich die Demonstranten dem Eingang der griechischen Notenbank in Athen näherten. Ein Demonstrant wurde mit Verletzungen ins Spital gebracht.

Bereits am Mittwoch war es nach dem Selbstmord eines Rentners bei Demonstrationen gegen die Sparpolitik der Regierung zu Ausschreitungen gekommen.

SDA-ATS