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Es sind nicht mehr die Kleinkinder, welche derzeit am häufigsten an der Grippe erkranken, sondern die 15- bis 29-jährigen. Verbreitet ist die Krankheit weiterhin in der ganzen Schweiz. (Symbolbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

(sda-ats)

Die Grippe ist in der ganzen Schweiz weiterhin weit verbreitet. Zum ersten Mal während dieser Grippewelle sind 15- bis 29-Jährige am häufigsten betroffen. Bislang waren es meist Kleinkinder.

Derzeit ist die Tendenz der Grippe bei den unter 15-Jährigen sinkend und bei den älteren steigend, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch auf seiner Website schreibt.

Die 114 Ärztinnen und Ärzte des Sentinella-Meldesystems meldeten in der vergangenen Woche 35,4 Grippeverdachtsfälle pro 1000 Konsultationen. Dies entspricht hochgerechnet 279 Fällen pro 100'000 Einwohner. Damit ist die Anzahl ähnlich hoch wie in der vergangenen Woche, als es 280 Fälle pro 100'000 Einwohner waren.

Die diesjährige Grippewelle verzeichnete bereits zwei Höhepunkte. Die erste Spitze erreichte die Grippe in der zweiten Woche des angebrochenen Jahres mit 361 Verdachtsfällen pro 100'000 Einwohner, die zweite in der vierten Woche mit hochgerechnet 350 Fällen.

Impfstoff-Empfehlung angepasst

Die Erkrankten werden weiterhin eher von Grippe-Viren der Gruppe B als der Gruppe A ins Bett gezwungen. Von 63 Abstrichen wurden in 21 Influenza-B-Viren und in 17 Influenza-A-Viren nachgewiesen.

Die Stämme der A-Viren werden durch die Impfstoffe der Saison abgedeckt - die Viren der Linie B-Victoria jedoch nur zum Teil, wie das BAG weiter schreibt. Diesen Umstand berücksichtige die Weltgesundheitsorganisation WHO in ihren Empfehlungen für die Zusammensetzung der Grippeimpfstoffe für die nördliche Hemisphäre für die kommende Saison.

Im Vergleich zu den Impfstoffen der aktuellen Saison wurden die Viren der Linie B-Victoria sowie eines Subtyps der A-Viren ersetzt, um die zirkulierenden Viren besser abdecken zu können. Die WHO publizierte die Empfehlungen letzte Woche.

Die Grippe erfasst nicht nur in der Schweiz viele Menschen. In den meisten Ländern sei in den vergangenen Wochen eine mittelhohe bis hohe Intensität der grippeähnlichen Erkrankungen registriert worden, schreibt das BAG. Die EU-Kommission hatte deswegen vergangene Woche die Bürgerinnen und Bürger in der EU zum Impfen aufgefordert.

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SDA-ATS