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Eine Statue der Frauenrechtlerin Emmeline Pankhurst neben dem britischen Parlament. (Archiv)

KEYSTONE/EPA/NEIL HALL

(sda-ats)

Grossbritannien hat am Dienstag der Einführung des Frauenwahlrechts vor 100 Jahren gedacht. Premierministerin Theresa May würdigte einen "sehr besonderen Jahrestag" und den "heldenhaften, unermüdlichen Kampf" der damaligen Frauenrechtlerinnen.

Auf dem Londoner Trafalgar Square wurde eine Freiluftausstellung eröffnet, bei der unter anderem mit lebensgrossen Abbildungen an prominente Wahlrechtsaktivistinnen erinnert wird. Die bekannteste von ihnen ist Emmeline Pankhurst. Im Parlament wird das Jubiläum ein ganzes Jahr lang mit Ausstellungen und Veranstaltungen gewürdigt.

Das britische Parlament hatte am 6. Februar 1918 ein teilweises Wahlrecht für Frauen eingeführt. Wählen durften fortan Frauen über 30 Jahren, die bestimmte weitere Bedingungen erfüllten. Es dauerte noch zehn weitere Jahre, bis alle Frauen dasselbe Wahlrecht erhielten wie Männer.

Die Frauenrechtlerinnen - nach dem Wort suffrage (Wahlrecht) als Suffragetten bezeichnet - hatten mit teils radikalen Mitteln für ihr Ziel gekämpft: Sie ketteten sich an Bahngleise, schlugen Schaufenster ein, sprengten Briefkästen in die Luft, trennten Stromleitungen und liessen sogar am Haus eines Ministers eine Bombe detonieren.

Viele der Frauen wurden deswegen festgenommen. Heute fordern Organisationen und Politiker eine posthume Begnadigung.

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