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Zürich - Die UBS überrascht alle: Noch vor zwei Jahren hatte die Grossbank die ganze Volkswirtschaft bedroht, nun meldet sie mehr Gewinn als erwartet. Auch der Geldabfluss nahm im zweiten Quartal 2010 deutlich ab. Entsprechend selbstbewusst trat der Konzernchef vor die Medien.
"Wir erinnern daran, dass wir die grösste Bank in der Schweiz sind - falls sie das vergessen haben", sagte Oswald Grübel mit sichtbarer Genugtuung vor den versammelten Journalisten. Der ehemalige CS-Chef, der im Februar 2009 als Retter der UBS an Bord gekommen war, präsentierte das dritte Quartal in Folge mit schwarzen Zahlen.
Unter dem Strich fuhr die Bank 2 Mrd. Fr. Gewinn ein. Damit steht die UBS besser da als vergleichbare Banken und lässt viele Experten alt aussehen: Analysten hatten mit rund 850 bis 1,4 Mrd. Fr. Gewinn gerechnet.
Geschickte Investmentbank
Der Gewinn liegt zwar tiefer als im ersten Quartal, als die UBS 2,2 Mrd. Fr. verdient hatte, doch fällt der Rückgang moderater aus als bei Wettbewerbern: So hat die Credit Suisse zwischen April und Juni vor allem wegen des schwachen Investmentbankings 1,6 Mrd. Fr. Gewinn eingefahren; zum Vorquartal mit 2,1 Mrd. Gewinn tat sich ein deutlicher Abstand hervor.
Bei der UBS hat die Investmentbank den Vorsteuergewinn zum Vorquartal um rund 10 Prozent auf 1,31 Mrd. Fr. gesteigert. Zwar spürte auch die UBS das schwache Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren, doch im Handel mit Aktien und Fremdwährungen hatten die Banker offensichtlich ein glückliches Händchen.
Auch die Risiken der toxischen Papiere, welche die UBS 2007 und 2008 an den Rand des Kollapses brachten, konnten weiter reduziert werden, wie Finanzchef John Cryan erläuterte. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) verwaltet nach letztem Stand aber immer noch knapp 20 Mrd. Dollar an UBS-Giftpapieren.
Nach Bekanntgabe der Quartalszahlen, die deutlich über den Erwartungen der Marktbeobachter lagen, gewann die UBS-Aktie deutlich an Wert. Der Titel schloss 11,2 Prozent im Plus bei 17.46 Franken.
Ende der UBS-Steueraffäre in den USA in Sicht
Die UBS-Steueraffäre in den USA scheint derweil so gut wie erledigt. Die Bank geht davon aus, dass sie bis Oktober mit der US-Regierung alle noch offenen Punkte im Zusammenhang mit dem grenzüberschreitenden US-Geschäft regeln kann.

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SDA-ATS