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Die Bevölkerung von Rheinau kann sich ab Freitag für das Experiment anmelden. Zumindest das Interesse an der Kick-off-Veranstaltung wird gross sein. (Archiv).

KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

(sda-ats)

In der Gemeinde Rheinau startet am Freitagabend das Anmeldeprozedere für den Test mit dem Grundeinkommen. Ob der Versuch zustande kommt, hängt massgeblich von der Teilnehmerzahl ab.

Die Idee tönt verlockend: Geld erhalten, ohne dafür etwas tun zu müssen. In der Zürcher Gemeinde Rheinau soll getestet werden, wie ein solches Gesellschaftsmodell funktioniert. Doch ob die Rheinauer wirklich Gefallen finden am Experiment, wird sich ab Freitag zeigen.

Die Gemeinde lädt zum Informationsabend ein. "Auf jedem Stuhl wird ein Anmeldeformular liegen und ein Kugelschreiber", sagt Gemeindepräsident Andreas Jenni (SP) gegenüber Keystone-SDA am Mittwoch. "Damit ist der Anlass zugleich Startzeitpunkt für die Anmeldung", sagt er.

Der Informationsanlass wird in der Mehrzweckhalle stattfinden, dem üblichen Versammlungsort der Gemeinde. Für den Fall, dass die 400 Plätze im Saal nicht ausreichen, wird die Veranstaltung auch noch mit Kameras in den Saal nebenan übertragen.

Damit mit dem Experiment gestartet wird, muss etwa die Hälfte der Gemeinde interessiert sein. Nötig sind also etwa 650 Anmeldungen."Wir schauen, wie viele Anmeldungen wir in zirka zwei Wochen haben. Dann entscheiden wir über das weitere Vorgehen", sagt Jenni. Fehlten nur wenige Anmeldungen bis zur Mindestzahl, würde die Frist wohl noch etwas erstreckt. Die Gemeinde würde weiter die Werbetrommel für den Versuch rühren.

Zuerst die Personen, dann das Geld

Doch auch bei genügend Anmeldungen ist das Experiment nicht in trockenen Tüchern. Es müssten dann noch drei bis fünf Millionen Franken zusammenkommen. Die Gemeinde wendet keine Steuergelder für das Experiment auf, das Geld müsste von Stiftungen, Sponsoren oder über Sammelaktionen (Crowdfunding) zusammenkommen.

Mitmachen kann, wer in Rheinau wohnt und älter ist als 25. Die Personen bekommen monatlich 2500 Franken. Profitieren wird aber nur, wer weniger verdient. Wer mehr als 2500 Franken verdient, muss das Geld zurückzahlen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Einkommen aus Lohn, AHV oder Sozialleistungen stammt.

In der Theorie würde das Grundeinkommen jegliche Sozialleistungen ersetzen - das kann das Experiment nicht simulieren. Unter anderem deshalb ist die Rückzahlung vorgesehen.

Vor rund zwei Jahren sagte die Schweizer Stimmbevölkerung wuchtig Nein zu einer Initiative für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Die Abstimmung hatte aber die Schweizer Filmemacherin Rebecca Panian dazu veranlasst, den Gemeinderat von Rheinau davon zu überzeugen, sich für ein Grundeinkommens-Experiment zur Verfügung zu stellen. Das Projekt erschien dem Gemeinderat aus gesellschaftspolitischer Sicht unterstützenswert, obwohl er durchaus auch kritisch ist.

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SDA-ATS