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Eine Grosslawine ist am Samstagmittag auf dem Gebiet der Obwaldner Gemeinde Kerns niedergegangen. Befürchtungen, dass mehrere Schneesportler verschüttet worden sind, haben sich glücklicherweise nicht bewahrheitet.

Kantonspolizei Obwalden

(sda-ats)

Eine Grosslawine in der Region von Kerns OW hat am Samstagnachmittag die Rettungskräfte in Atem gehalten. Befürchtungen, dass mehrere Schneesportler verschüttet wurden, haben sich glücklicherweise nicht bewahrheitet.

Das Schneebrett hatte sich kurz nach 12.00 Uhr in der Nordflanke unterhalb dem Tannenrotisand auf dem Gemeindegebiet von Kerns OW gelöst, wie die Obwaldner Kantonspolizei mitteilte. Mit Anrisshöhen von bis zu drei Metern und einer Breite von rund 200 Metern wurde das Schneebrett als grosse Lawine eingestuft.

Die Schneemassen rissen bis auf den Fels ab und ergossen sich auf eine Länge von rund 600 Metern bis in den Schönboden, wo sie sich über eine Breite von bis zu 300 Metern und Höhen von bis zu zehn Metern auftürmten, wie die Polizei schreibt.

Da kurz vor dem Lawinenniedergang beobachtet wurde, wie eine Gruppe von Schneesportlern in die Nordflanke einfuhr und möglicherweise mitgerissen wurde, bot die alarmierte Rettungsflugwacht die Alpine Rettung Schweiz und die Rettungsstation Sarneraatal auf. Diese entsandte rund 30 Retter und vier Lawinenhundeteams mit Helikoptern zum Schadenplatz.

Glücklicherweise habe die Dreiergruppe ermittelt und wohlbehalten in der Stöckalp angetroffen werden können, heisst es weiter. Nachdem keine weiteren Hinweise auf mögliche Verschüttete mehr bestanden und weder die technischen Suchmittel noch die Rettungshunde auf dem Lawinenkegel Hinweise auf Verschüttete anzeigten, wurde die Suche schliesslich abgebrochen.

Die Polizei weist darauf hin, dass die Lawinensituation im betroffenen Gebiet als erheblich eingestuft wurde. Mit den ergiebigen Niederschlägen von letzter Woche herrschten im Allgemeinen ab Höhen von rund 2200 Metern heikle Lawinensituationen.

SDA-ATS

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