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Mit einer Grossrazzia sind die Behörden in Berlin und im deutschen Bundesland Brandenburg am Donnerstag erneut gegen eine Rockergruppe vorgegangen. Wie ein Polizeisprecher in Berlin mitteilte, durchsuchten rund tausend Polizisten Gebäude der "Bandidos" in Hennigsdorf nördlich von Berlin.

Anlass seien Ermittlungen wegen "schwerer Bandenkriminalität und Drogenhandels". Dem Sprecher zufolge kamen auch Spezialkräfte der GSG 9 zum Einsatz. 13 Verdächtige seien aufgrund von vorliegenden Haftbefehlen in den rund 80 durchsuchten Gebäuden festgenommen worden, sagte der Sprecher weiter. Im Vereinshaus der "Bandidos" habe die Polizei elf Personen angetroffen. Sie wurden überprüft.

Hintergrund der Grossrazzia ist laut dem Polizeisprecher ein seit 2011 anhängiges Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft Berlin. Es richte sich gegen die Mitglieder der "Bandidos" und ihre Unterstützer.

Bei dem massiven Polizeieinsatz wurden Drogen, Bargeld, scharfe Schusswaffen, Messer, zwei gestohlene Motorräder, vier Autos und Baseballschläger beschlagnahmt. Die Ermittler entdeckten auch ein Chemielabor, in dem vermutlich Drogen hergestellt wurden.

Vorgehen auch gegen die "Hells Angels"

Bereits vor Wochenfrist war die einflussreichste Gruppe der mit den Bandidos verfeindeten "Hells Angels" in Berlin verboten worden. Einen Zusammenhang zu den damals von statten gegangenen Durchsuchungen bei den Hells Angels gebe es jedoch nicht. "Dabei ging es um ein Verbotsverfahren, heute um den Verdacht des Drogenhandels", sagte der Sprecher.

Die Sicherheitsbehörden in Deutschland gehen seit einigen Jahren verstärkt gegen Hells Angels, Bandidos und andere Rockerclubs vor. 2010 gab es demnach 35 Ermittlungsverfahren wegen Bandenkriminalität, siebenmal so viele wie sechs Jahre zuvor. Die meisten Verfahren richteten sich gegen Mitglieder der Hells Angels.

SDA-ATS