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Die Pflege der Grünräume entlang der Nationalstrassen kostet jedes Jahr rund 35 Millionen Franken. (Archivbild)

KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT

(sda-ats)

Die Pflege der 4236 Hektaren Grünräume entlang der 1840 Kilometer Nationalstrassen kosten jährlich rund 35 Millionen Franken. Die Reinigungskosten für die Beseitigung von Abfällen durch Littering werden auf rund zwei Millionen Franken jährlich geschätzt.

Zum grössten Teil handelt es sich bei den Grünräumen um Böschungen, Hecken, Wiesen bei Ein- und Ausfahrten oder Spielwiesen auf Rastplätzen sowie weitere Freiflächen, wie das Bundesamt für Strassen (ASTRA) am Mittwoch bekannt gab. Die Gebietseinheiten, meist die kantonalen Tiefbauämter, setzen die Grünpflege im Auftrag des ASTRA um.

Die Grünräume seien einerseits Elemente der Landschaftsgestaltung, anderseits aber auch unverzichtbar für den Betrieb der Autobahnen: Denn Hecken stabilisierten die Böschungen, niederer Pflanzenbewuchs verhindere die Erosion, Bäume bildeten einen natürlichen Schutz vor Lawinen oder spendeten Schatten auf Rastplätzen.

Dank einer spezifischen Richtlinie gebe es prägnante Kriterien, um Gestaltungsziele festzusetzen. Berücksichtigt werden dabei unterschiedliche Anliegen von Landschaft, Biodiversität, Strassenentwässerung, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit.

Die Richtlinie schliesst gemäss ASTRA auch Lücken im Umgang mit Sicherheitszonen, invasiven gebietsfremden Pflanzen, den Umgang mit Wildzäunen sowie eine bessere Berücksichtigung des Unterhalts bei der Grünraumplanung.

Hecken dienen auch der Sicherheit

Beim Betrieb wird eine klare Differenzierung zwischen zwei Zonen gemacht. In der ersten, intensiven Zone, die rund zwei Meter Breite ab Fahrbahn umfasst, sind ausschliesslich Wiesen anzulegen. Es handelt sich dort um den sogenannten Sicherheitsbereich, der in seiner Ausgestaltung und Breite klar definiert wird.

In der angrenzenden zweiten, extensiven Zone ausserhalb des Sicherheitsbereichs, dürfen alle Vegetationstypen angelegt werden. Bei Heckenbepflanzungen sei jedoch auf die Platzverhältnisse Rücksicht zu nehmen.

Wo möglich sollen Vegetationstypen mit Gehölz stärker gefördert werden, sofern sie zur Vernetzung, zum Immissions- und Blendschutz sowie zur Neophytenprävention beitragen. Zudem können Hochhecken die Kollisionsgefahr mit Grossvögeln vermindern, da diese dadurch gezwungen werden, die Nationalstrasse in einer bestimmten Höhe zu überfliegen.

Eine Tonne Abfall pro Autobahnkilometer

Besonders Rastplätze sind laut ASTRA von Littering betroffen. Sowohl auf den Aussenanlagen mit Picknickplatz als auch in den Toiletten liessen viele ihren Abfall liegen. Auch Raststätten mit Restaurant und die Strassenränder seien von Littering betroffen. Das Entfernen der Abfälle entlang der Autobahn sei für das Personal mit grossem Sicherheitsrisiko verbunden.

Wie viel Abfall auf den Nationalstrassen durch Littering anfalle, könne nur geschätzt werden. Eine separate Statistik existiert nicht. Aufgrund der Erfahrungen und Schätzungen geht das ASTA von rund einer Tonne Abfall durch Littering pro Autobahnkilometer und Jahr aus. Die damit verbundenen Reinigungskosten werden auf rund zwei Millionen Franken pro Jahr geschätzt.

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SDA-ATS