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Guatemala hat im Territorialstreit mit dem Nachbarland Belize 3000 Soldaten an die gemeinsame Grenze entsandt. Der langjährige Streit zwischen den Staaten hatte sich erheblich verschärft, seit am Mittwoch ein 13-jähriger Junge im Grenzgebiet erschossen worden war.

Bei der Entsendung handle es sich "um eine Vorsichtsmassnahme, nicht um eine Kriegserklärung", sagte Guatemalas Verteidigungsminister Williams Mansilla am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

Beide Länder wiesen sich gegenseitig die Schuld zu für den Zwischenfall vom Mittwoch. Die Regierung von Guatemala beschuldigte belizische Sicherheitskräfte, den guatemaltekischen Jungen über die Grenze hinweg erschossen zu haben. Belize hingegen behauptet, seine eigenen Soldaten seien von Guatemala aus beschossen worden und hätten das Feuer erwidert.

In einer Ansprache an die Nation warf Guatemalas Präsident Jimmy Morales dem Nachbarland am Donnerstag "Feigheit" vor. Soldaten seines Landes würden an der Grenze für den "strengen Schutz der Souveränität" Guatemalas sorgen, beteuerte er.

Der Grenzstreit zwischen den beiden Ländern geht rund 150 Jahre zurück: Guatemala erhob damals Anspruch auf die Hälfte des Territoriums der damaligen Kolonie Britisch-Honduras.

Nachdem die Kolonie 1981 unter dem Namen Belize unabhängig geworden war, gab Guatemala die Ansprüche nicht auf. Grossbritannien unterhielt deshalb bis vor fünf Jahren eine kleine militärische Präsenz in Belize.

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