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Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA sorgt sich um radioaktiv verseuchte Lebensmittel aus der Region um das japanische Atomkraftwerk Fukushima 1.

Nach den der UNO-Behörde in Wien vorliegenden Messungen japanischer Behörden liegen vor allem die Werte von radioaktivem Jod 131 in Milch und Blattgemüse teils weit über der für den Verzehr geeigneten Norm.

Japan prüfe nach Informationen der IAEA weiterhin ein Verkaufsverbot von bestimmten Lebensmitteln aus der Region.

Der IAEA lagen Daten über mit Jod 131 belastete Milch vor, die mit 900 bis 1500 Becquerel pro Kilogramm weit über den japanischen Grenzwerten für den Verzehr lagen (100 bis 300 Becquerel pro Kilogramm).

Nach Angaben des deutschen IAEA-Experten für Strahlenschutz, Gerhard Proehl, könne man die Werte in etwa auf alle Blattgemüse und auch Gras übertragen. Frisst beispielsweise eine Kuh radioaktiv verseuchtes Gras, übertragen sich die Werte auf ihr Fleisch. Radioaktives Jod zersetzt sich mit einer Halbwertszeit von etwa acht Tagen aber relativ schnell.

Gute Nachrichten

In Japan steigt derweil die Hoffnung auf einen relativ glimpflichen Ausgang der Atomkatastrophe von Fukushima. Den 300 Ingenieuren in der Gefahrenzone des havarierten Atomkraftwerks gelang es am Sonntag, den Reaktorblock 2 wieder ans Stromnetz anzuschliessen.

Damit sind vier der sechs Blöcke wieder versorgt. Zwar blieb zunächst unklar, ob alle Maschinen und Pumpen in dem durch Erdbeben, Tsunami und Explosionen beschädigten Kraftwerk noch funktionieren. Die Betreiber hofften jedoch, Anfang kommender Woche die Wende erzielen zu können.

"Ich glaube, die Situation wird Schritt für Schritt besser", sagte Staatssekretär Tetsuro Fukuyama. Nach den Arbeiten vom Sonntag verfügten die Blöcke 1, 2, 5 und 6 wieder über Strom.

Die Lage in Reaktor 3, wo hochgiftiges Plutonium zum Brennstoff gehört, schien sich nach stundenlanger Kühlung mit hunderten Tonnen Wasser durch Löschzüge ebenfalls zu stabilisieren.

Sollte die Lage auch dort stabilisiert werden können, wäre dies der Wendepunkt im Kampf gegen einen drohenden Super-GAU. Wenn nicht, müssten radikalere Massnahmen wie der Bau eines Beton-Sarkophags wie nach dem Tschernobyl-Unfall 1986 erwogen werden.

Die japanische Regierung kündigte an, die beschädigten Atomkraftwerke dauerhaft vom Netz zu nehmen.

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SDA-ATS