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Dank einem guten Saisonstart in Lateinamerika hat der weltgrösste Agrarchemiekonzern Syngenta im dritten Quartal deutlich mehr Umsatz gemacht als im Vorjahr. Die Erträge stiegen insgesamt um 8 Prozent auf rund 2,9 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen mitteilte.

Zu konstanten Wechselkursen entspricht dies einem Plus von 11 Prozent für die dritte Jahreshälfte. Der Unterschied widerspiegle die Kursschwankungen in mehreren Schwellenmärkten, schreibt der Konzern.

In Lateinamerika stiegen die Umsätze in Lokalwährungen um 17 Prozent. Wachstumstreiber war das Geschäft mit Sojasaatgut in Brasilien; stabile Rohstoffpreise und die Abwertung des brasilianischen Real versprächen einen hohen Profit und machten den Anbau von Soja für die Bauern deshalb attraktiv, heisst es weiter.

In der Region Asien/Pazifik wuchs der Umsatz in Lokalwährung um 9 Prozent. Besonders in den asiatischen Schwellenländern sei die Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln konstant gewesen, schreibt Syngenta. Effektiv betrug das Plus jedoch lediglich 2 Prozent.

In Nordamerika sorgte ein Glyphosat-resistentes Unkraut für einen Schub bei der Nachfrage nach Herbiziden; der Umsatz stieg dort um 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Europa, Afrika und dem Mittleren Osten wuchsen die Erträge in Lokalwährung um 4 Prozent, effektiv stiegen sie sogar um 6 Prozent.

Saisonal schwaches Quartal

In den ersten neun Monaten erreichte Syngenta damit einen effektiven Umsatz von 11,3 Milliarden Dollar, das sind zu konstanten Wechselkursen 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Effektiv beträgt das Umsatzwachstum jedoch nur 3 Prozent.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Syngenta die Erwartungen der Analysten fast erfüllt. Von der Finanznachrichtenagentur AWP befragte Marktbeobachter hatten im Schnitt einen Quartalsumsatz von 2,92 Milliarden Dollar erwartet.

Aufgrund der Saisonalität des Geschäfts ist das dritte Quartal jeweils das umsatzschwächste des Konzerns, da in Nordamerika und Europa in dieser Jahreszeit geerntet wird und auf der Südhalbkugel noch wenige Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.

Versteckte Gewinnwarnung

Die Mitteilung zum dritten Quartal enthält eine überraschende Gewinnwarnung: Bei den Prognosen für das Gesamtjahr 2013 krebst das Unternehmen nämlich zurück. Zwar hält Syngenta am früher kommunizierten Umsatzziel fest. Das Ergebnis werde allerdings einen niedrigeren Wechselkursgewinn als erwartet aufweisen, schreibt der Konzern.

Zudem werde bei den Saatgutbeständen für das laufende Jahr eine Wertberichtigung vorgenommen, weil in den USA der Produktionsertrag für Maissaatgut überdurchschnittlich hoch ausgefallen sei.

SDA-ATS