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Guttenberg hat laut Uni vorsätzlich bei Doktorarbeit getäuscht

Der deutsche Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat der Universität Bayreuth zufolge vorsätzlich bei seiner Doktorarbeit getäuscht. Zu diesem Ergebnis kommt die Uni-Kommission zur Selbstkontrolle in der Wissenschaft, wie die Hochschule mitteilte.

In dem nach knapp dreimonatiger Prüfung abgeschlossenen Kommissionsbericht heisst es demnach, dass Guttenberg "die Standards guter wissenschaftlicher Praxis evident grob verletzt und hierbei vorsätzlich getäuscht hat". Über die ganze juristische Doktorarbeit Guttenbergs verteilt fänden sich Stellen, die als Plagiat zu qualifizieren seien.

Die Kommission sprach Guttenbergs Doktorvater und dessen Zweitgutachter von einer Mitverantwortung frei. Allerdings sei die Benotung der Dissertation mit der Bestnote "summa cum lauda" nicht ausführlich genug begründet worden.

Guttenberg hatte gravierende Fehler in seiner Dissertation eingeräumt, eine bewusste Täuschung jedoch immer bestritten. Anfang März war der CSU-Politiker vom Amt des Verteidigungsministers zurückgetreten. Zuvor hatte ihm die Universität Bayreuth seinen Doktortitel auf eigenen Wunsch hin aberkannt.

Der vollständige Bericht, der etwa 40 Seiten und mehrere Anlagen umfassen soll, wird am kommenden Mittwoch im Internet veröffentlicht. Guttenberg hatte der Veröffentlichung nach langem zögern zugestimmt. Ebenfalls am Mittwoch will die Universität Bayreuth an einer Medienkonferenz über die Arbeit der Kommission berichten.

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