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Die Plagiatsvorwürfe gegen den deutschen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg reissen nicht ab. In seiner Doktorarbeit habe der CSU-Politiker mindestens 19 Autoren nicht korrekt zitiert, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" am Samstag.

Mindestens 50 Seiten der 400 Textseiten umfassenden Arbeit enthielten Passagen, die wortwörtlich oder teilweise übernommen worden seien, berichtete die Zeitung.

Am Dienstag hatte Guttenberg lediglich von vereinzelten Fussnoten gesprochen, die er gerne bereit sei zu prüfen. Zudem hatte er betont, er habe die wissenschaftliche Arbeit selbst verfasst.

Der "Berliner Zeitung" vom Samstag zufolge kupferte er auch aus der Hausarbeit eines Studienanfängers an der Freien Universität Berlin ab. Dem "Spiegel" zufolge bediente er sich ausserdem beim Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages ohne korrekte Quellenangabe.

Einen Rücktritt schloss Guttenberg weiterhin aus. Es obliege ihm nicht zu beurteilen, was der Vorgang für seine Glaubwürdigkeit und Autorität bedeute, sagte er: "Aber beidem gerecht zu werden, bleibt mein Anspruch", unterstrich er am Samstag gegenüber dem Magazin "Focus".

Umfrage klar für Guttenberg

Am Vortag hatte er Fehler in seiner Dissertation eingeräumt. Bis zur Klärung der Vorwürfe durch die Uni Bayreuth will er den Doktortitel nicht führen. Zugleich hatte er aber unterstrichen, dass er zu keinem Zeitpunkt in seiner Dissertation bewusst getäuscht habe.

Nach einer Umfrage von TNS Emnid sind 68 Prozent der deutschen Bürgerinnen und Bürger der Ansicht, dass der Minister im Amt bleiben soll. 27 Prozent sprachen sich für einen Rücktritt aus, fünf Prozent machten keine Angaben.

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SDA-ATS