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Der Hackerangriff auf die deutsche Bundesregierung dauert offenbar weiter an - betroffen war von dem Angriff laut "Süddeutscher Zeitung" unter anderem das Auswärtige Amt.

Keystone/EPA/FELIPE TRUEBA

(sda-ats)

Der Hackerangriff auf die deutsche Bundesregierung dauert offenbar weiter an. Es handle sich um "einen veritablen Cyberangriff auf Teile des Regierungsnetzes", hiess es am Donnerstag.

Der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestages (PKGr), Armin Schuster (CDU), sagte nach einer Sitzung des Gremiums am Donnerstag in Berlin, es gehe um einen "noch laufenden Angriff".

"Der Geheimnisverrat an sich ist ein beträchtlicher Schaden", fügte Schuster nach der knapp zweistündigen Unterrichtung des PKGr hinzu. Nach heutigem Stand versuche die Bundesregierung, "den Vorgang unter Kontrolle zu halten". Für eine komplette Schadensbeurteilung sei es noch zu früh. Welche Regierungsstellen von dem Hackerangriff betroffen waren oder sind, sagte Schuster nicht.

Öffentliche Diskussionen über Details wären "schlicht eine Warnung an die Angreifer, die wir nicht geben wollen". Er betonte aber: "Der Geheimnisverrat an sich ist ein beträchtlicher Schaden."

Offenbar russische Hackergruppe

Das deutsche Innenministerium hatte am Mittwoch in Berlin von einem "IT-Sicherheitsvorfall" gesprochen, der die "Informationstechnik und Netze des Bundes betrifft". Betroffen war von dem Angriff laut "Süddeutscher Zeitung" unter anderem das Auswärtige Amt. Berichte, wonach eine russische Hackergruppe hinter dem Angriff vermutet wird, bestätigte das Innenministerium nicht.

Der Leiter des Cyberspionage-Analyseteams bei der US-Sicherheitsfirma FireEye, Benjamin Read, sagte der Zeitung "Welt" vom Donnerstag, hinter dem Angriff auf das besonders geschützte Internetnetz der Bundesregierung stecke die russische Hackergruppe APT28. "

Die Forscher der Firma FireEye ordnen die Hackergruppe APT28 demnach dem russischen Staat zu. APT28 sei "eindeutig keine gewöhnliche Gruppe krimineller Hacker, die auf finanzielle Gewinne aus ist", sagte Benjamin Read der "Welt".

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SDA-ATS