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New York - Der Botschafter Haitis bei der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Duly Brutus, hat Befürchtungen von bis zu 100'000 Toten nach dem Erdbeben in seinem Land zurückgewiesen. Mit realistischen Einschätzungen sei erst in zwei bis vier Tagen zu rechnen.
"Ich weigere mich, zu akzeptieren, dass wir mehr als 30'000 Tote haben", erklärte Brutus. Im Übrigen sei es zu früh, um über genaue Zahlen zu sprechen: "Wir müssen warten." Haitis Präsident Rene Preval hatte zuvor ebenfalls vor vorschnellen Angaben über Opferzahlen gewarnt und von tausenden Toten gesprochen.
Ministerpräsident Jean-Max Bellerive hatte die Zahl der Todesopfer dagegen mit "deutlich über 100'000" angegeben. Haitis Botschafter in den USA, Raymond Joseph, sprach ebenfalls von schätzungsweise 100'000 Menschen, die umgekommen seien oder vermisst würden.Hillary Clinton bricht Asien-Reise ab
US-Aussenministerin Hillary Clinton verglich das Erdbeben in Haiti mit der Tsunami-Katastrophe von Ende 2004. Die Zahl der Todesopfer werde nach bisherigen Erkenntnissen eine der höchsten der vergangenen Jahre sein, sagte Clinton am Mittwoch. Durch den Tsunami 2004 waren mehr als 220'000 Menschen ums Leben gekommen.
Angesichts der Katastrophe in Haiti brach Clinton ihre Asien-Reise ab, die sie noch nach Papua-Neuguinea, Neuseeland und Australien führen sollte. Clinton kündigte an, umgehend nach Washington zurückzufliegen.Mindestens 16 UNO-Mitarbeiter gestorben
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon kündigte unterdessen an, dass er mit Ex-US-Präsident Bill Clinton, dem UNO-Sondergesandten für Haiti, die Hilfsarbeiten inspizieren werde. Einstweilen werde Untergeneralsekretär Edmond Mullet die Hilfe vor Ort koordinieren.
Auch 24 Stunden nach dem Beben konnte Ban den Tod seines Vertreters in Haiti, Hedi Annabi, nicht bestätigen. "Nach Angaben von Präsident René Préval ist der Missionschef tot. Aber obwohl wir uns um jede Information bemühen, können wir das noch nicht bestätigen."
Der Tunesier sei jedoch zum Zeitpunkt des Erdbebens mit einer chinesischen Delegation in dem einstürzenden UNO-Hauptquartier gewesen. "Bestätigen muss ich den Tod von 16 UNO-Mitarbeitern. Drei jordanische Polizisten, einer aus Argentinien, einer aus dem Tschad und elf brasilianische Soldaten sind unter den Opfern."

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SDA-ATS