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Nach dem Verbot der bewaffneten Kassam-Brigaden der radikal-islamischen Hamas hat ein Gericht in Ägypten am Samstag nun die gesamte Organisation als terroristische Gruppe eingestuft. Das bestätigte einer der Anwälte, die den Fall vor Gericht gebracht hatten, der Nachrichtenagentur Reuters.

Die im palästinensischen Gazastreifen herrschende Hamas ist ein Ableger der Muslimbruderschaft, die in Ägypten ebenfalls als terroristische Vereinigung gilt. Diese wird systematisch unterdrückt, seit die Armee den gewählten Präsidenten Mohammed Mursi gestürzt hat. Er war einer der Anführer der Muslimbrüder.

Die Kassam-Brigaden wurden bereits im Januar verboten. Die nun erfolgte Bewertung der gesamten Hamas als Terrorgruppe dürfte die Beziehungen Ägyptens zu ihr stark belasten. Aus Kreisen der Hamas verlautete, die Organisation werde Ägypten nicht länger als Vermittler im Konflikt mit Israel akzeptieren.

Die ägyptischen Behörden werfen der Hamas vor, sie sei für einen Anschlag auf Sicherheitskräfte auf der Halbinsel Sinai mit verantwortlich, bei dem im Oktober 33 Menschen getötet wurden.

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SDA-ATS