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Düsseldorf - Der Landtag des deutschen Bundeslands Nordrhein-Westfalen hat am Mittwoch die Sozialdemokratin Hannelore Kraft zur Ministerpräsidentin gewählt. Die 49-jährige SPD- Landesvorsitzende wird eine rot-grüne Minderheitsregierung führen.
Der Machtwechsel im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland hat auch bundespolitische Folgen. Mit der Abwahl des bisherigen CDU- Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers verliert die Koalition von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin knapp neun Monate nach ihrem Amtsantritt die Mehrheit im Bundesrat (Länderkammer).
Kraft wurde im zweiten Wahlgang mit einfacher Mehrheit gewählt. Für sie stimmten 90 Abgeordnete. Damit erhielt sie offensichtlich alle Stimmen von Rot-Grün. Mit Nein stimmten 80 Abgeordnete. Das entspricht der Zahl der Sitze von CDU und FDP. Der Stimme enthielten sich elf Abgeordnete, vermutlich die Abgeordneten der Linken.
Aufruf zu ZusammenarbeitKraft ist die erste Ministerpräsidentin in der Geschichte des Landes. Sie ist auch insgesamt erst die dritte Landeschefin in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. In Thüringen regiert derzeit die Christdemokratin Christine Lieberknecht. In Schleswig Holstein war von 1993 bis 2005 die SPD-Frau Heide Simonis am Ruder.
Kraft rief unmittelbar nach ihrer Wahl alle Fraktionen im Landtag zur Zusammenarbeit auf. Das Wohl des Landes dürfe nicht hinter parteipolitischen Interessen zurücktreten. Die unsicheren Mehrheitsverhältnisse böten auch die Chance, "gute Kompromisse zu suchen und zufinden", sagte Kraft. Kraft wurde unmittelbar nach ihrer Wahl vereidigt.
Ihr Kabinett will Kraft am Donnerstag vorstellen. Der rot-grünen Regierung sollen zehn Minister angehören, davon sieben der SPD und drei der Grünen. Grünen-Fraktionschefin Sylvia Löhrmann soll Schulministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin werden.

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SDA-ATS