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Der Japaner Yuzuru Hanyu wird bei den Männern als erster Eiskunstläufer seit dem Amerikaner Richard Button im Jahr 1952 zum zweiten Mal hintereinander Olympiasieger.

Der Japaner Hanyu siegte bei den Winterspielen in Pyeongchang vor seinem Landsmann Shoma Uno und dem spanischen Trainingspartner Javier Fernandez.

Hanyu gewann nicht einfach "nur" eine Goldmedaille, sondern jene am 1000. Wettbewerb an Winterspielen. Das macht den Sieg für den 23-Jährigen noch spezieller als er ohnehin schon ist. Schliesslich bestritt er in Gangneung seinen ersten Wettkampf seit dem 21. Oktober des vergangenen Jahres, als er in Moskau Rang 2 hinter dem Amerikaner Nathan Chen belegte. Knapp drei Wochen später knickte er im Training für den Grand Prix in Osaka bei der Landung eines vierfachen Lutz um und verletzte sich am rechten Sprunggelenk.

Es begann ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Medien in seiner Heimat, in der er als Held verehrt wird, veröffentlichten regelmässig medizinische Bulletins über den "Fuss der Nation". Erst im Januar konnte Hanyu wieder mit "richtigem" Training beginnen. Doch würde das reichen? Er selber erklärte nach der Landung in Seoul: "Ich werde mich nicht selbst belügen, ich bin hier, um zu gewinnen."

Die letzten Zweifel an seinem Leistungsvermögen räumte Hanyu mit dem Kurzprogramm aus, in dem ihm mit 111,68 eine Punktzahl gelang, die nur er selber schon übertroffen hatte. In der Kür, in der er drei saubere Vierfach-Sprünge zeigte, blieb er dann zwar nicht fehlerfrei, dennoch siegte er am Ende mit dem Total von 317,85 Punkten und einem Vorsprung von 10,95 Punkten auf Umo.

Maskottchen mit eigenem Twitter-Account

Wie gewohnt wurde das Eis nach dem Auftritt von Hanyu mit Winnie-Puh-Bären übersät, schliesslich liebt er die bekannte Zeichentrickfigur, ist sein Zimmer voll davon. Bekannt wurde sein Faible für den gelben Bären im Jahr 2010, als er eine Winnie-Puh-Taschentuchbox bei sich hatte. Mittlerweile hat der Bär, der ihn als Maskottchen zu Wettkämpfen begleitet, einen eigenen Twitter-Account (@HanyusPooh). Ohnehin ist Hanyu sehr abergläubisch.

Künstlerisch hielt einzig Europameister Fernandez mit, der wie Hanyu vom Kanadier Brian Orser, dem Olympia-Zweiten von 1984 und 1988, trainiert wird. "Ich bin überwältigt", sagte Hanyu, der als erster Läufer in einem Wettkampf einen sauberen Vierfach-Toeloop stand und als erster die Marke von 300 Punkte knackte. "Das ist der beste Tag in meinem Leben als Eiskunstläufer. Meine Tränen kamen von Herzen. Ich kann nur ein Wort finden, und das ist glücklich."

Als Hanyu im vergangenen April vom seinem zweiten WM-Titel zurückkehrte, hatte dies am Haneda-Flughafen in Tokio einen Polizeieinsatz zur Folge, aus Angst, dass der Flugbetrieb wegen der vielen Fans in Mitleidenschaft gezogen werde. Diesmal dürften die Schaulustigen nicht weniger werden.

Die beste Kür gelang dem Amerikaner Nathan Chen, der fünf gelungene Vierfach-Sprünge zeigte - ein sechster war unsauber. Der 18-Jährige hatte sämtliche Chancen auf den Olympiasieg im ersten Wettkampfteil vergeben, in dem er lediglich Platz 17 belegte. Am Ende klassierte er sich im 5. Rang und verpasste Bronze um 7,89 Punkte.

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SDA-ATS