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Hausbesetzer erklären Villa von Guy Ritchie zur "freien Schule"

Der britische Regisseur Guy Ritchie hat ungebetene Gäste: Am vergangenen Wochenende haben Hausbesetzer sein Londoner Anwesen zur "freien Schule" erklärt. Der Ex-Mann von Popstar Madonna hatte die ehemalige Sprachschule im vergangenen Jahr für sechs Millionen Pfund gekauft.

Derzeit lässt er das fünfstöckige Gebäude im Stadtviertel Fitzrovia in zwei luxuriöse Wohnhäuser umbauen, berichtete der "London Evening Standard".

Die Besetzer, die sich "Really Free School"-Gruppe nennen, haben grosse Banner an das fünfstöckige Gebäude gehängt. Auf Twitter luden sie weitere Gäste ein: "Kommt vorbei und übernachtet auf dem versnobtesten Anwesen Londons." Tagsüber beschäftigt sich die Gruppe mit Seminaren wie "Einführung ins Gedichte-Schreiben" oder "Godzilla als Metapher".

Ein Bauarbeiter sagte dem "London Evening Standard", das Haus sei derzeit nicht bewohnbar. Am Mittwoch setzte der Regisseur ("Sherlock Holmes") den Besetzern ein Ultimatum: Er liess eine Gerichtsanordnung an der Tür befestigen, dass sich die Gruppe am Donnerstag bei einem Londoner Gericht einfinden solle.

Die Besetzergruppe hatte zuvor schon ein Haus in der Nähe besetzt und dort mehrere Wochen Seminare und Diskussionen veranstaltet. Sie demonstriert gegen die Ökonomisierung von Bildung. Ziel ihrer Schule sei es, Bildung zu bieten, die nicht auf den "Mehr"-Wert einer Arbeitskraft zielt, heisst es auf ihrer Internetseite.

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