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Zum Auftakt des Superwahljahrs 2011 hat die SPD in Hamburg einen fulminanten Wahlsieg erzielt. Bei der ersten von sieben deutschen Landtagswahlen in diesem Jahr gewannen die bisher oppositionellen Sozialdemokraten in Hamburg nach Hochrechnungen die absolute Mehrheit.

Nach den ARD- und ZDF-Hochrechnungen vom Sonntagabend gewann die SPD mit 49,8 Prozent der Stimmen nach zehn Jahren souverän ihre alte Hochburg zurück. Die SPD käme demnach auf 64 der insgesamt 121 Sitze im Landesparlament. Es ist zugleich ihr bestes Wahlergebnis in Deutschland seit 17 Jahren.

Die seit 2001 in der Hansestadt regierende CDU verlor rund die Hälfte ihres Anteils und kam auf 20,8 bis 21,2 Prozent. Dies entspräche 27 Sitzen. Die genaue Sitzverteilung wurde gegen Mitternacht erwartet. Neuer Bürgermeister wird jetzt der frühere deutsche Arbeitsminister Olaf Scholz.

Die Grünen verbesserten sich leicht auf 10,9 bis 11,0 Prozent (14 Sitze). Linke und FDP schafften mit jeweils acht Sitzen ebenfalls den Sprung in die Bürgerschaft. Laut ARD lag die Linke mit 6,6 Prozent knapp vor der FDP (6,2 Prozent), laut ZDF mit 5,9 Prozent knapp hinter den Liberalen (6,4 Prozent).

Ratloser Wahlverlierer

Der bisherige Regierungschef Christoph Ahlhaus gestand am Abend die Niederlage ein. "Diese Stunde ist für die Hamburger CDU schmerzhaft", sagte er und sprach von einer "Stunde der Ratlosigkeit".

Seiner Ansicht nach hat die CDU in der vorangegangenen Koalition mit den Grünen zu viele Zugeständnisse gemacht. Für die CDU ist es das schlechteste Hamburger Ergebnis der Nachkriegszeit.

Der SPD-Spitzenkandidat Scholz nannte die Prognosen für seine Partei "ein sehr, sehr beeindruckendes Ergebnis." Dass die Bürger ihm und seiner Partei ihr Vertrauen geschenkt haben, nehme er sehr ernst. Der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel sprach von einem "historischen Ergebnis".

Einbussen auch im Bundesrat

Die Hamburg-Wahl war um ein Jahr vorgezogen worden, nachdem im November die Koalition aus CDU und Grünen zerbrochen war. Die erste "schwarz-grüne" Koalition auf Länderebene in Deutschland war nach der Wahl 2008 unter Führung des damaligen CDU-Bürgermeisters Ole von Beust gebildet worden.

Der populäre Beust war im August vorigen Jahres nach neun Jahren zurückgetreten und hatte sein Amt Ahlhaus übergeben. Dieser verlor nun das Amt nach knapp sechs Monaten.

Hamburg war der Auftakt zum deutschen "Superwahljahr" 2011.

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SDA-ATS