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Die Schweizer Zweierbob-Teams Beat Hefti/Michael Kuonen (10.) und Rico Peter/Thomas Amrhein (12.) liegen nach halbem Pensum bereits deutlich hinter den Medaillenplätzen.

Die Schweizer Zweier-Teams Beat Hefti/Michael Kuonen und Rico Peter/Thomas Amrhein vergaben in Königssee eine viel versprechende Ausgangslage im zweiten Durchgang. Mit der 15. respektive 17. Laufzeit fielen der Appenzeller und der Aargauer wohl zu weit zurück, um am Sonntag noch in die Medaillenentscheidung eingreifen zu können. Auf den Bronzeplatz, den aktuell der Deutsche Johannes Lochner hält, fehlen Hefti zwar nur 29 und Peter 36 Hundertstel. Allerdings haben sie im 3. Lauf, in dem in der Reihenfolge des Klassements gestartet wird, zusätzlich den Nachteil der schlechteren Startnummer.

Nach dem ersten Durchgang hatten die beiden Schweizer zeitgleich den 7. Rang belegt. Hefti war am Start mit dem Walliser Kuonen, der ansonsten im Vierer-Schlitten von Clemens Bracher fährt, deutlich konkurrenzfähiger als in den anderen Rennen dieses Winters mit seinen jungen, unerfahrenen Anschiebern. Am Start liess sich der 39-jährige Appenzeller in beiden Läufen die achtbeste Zeit notieren.

Bei Rico Peter, der seit einigen Wochen unter Rückenschmerzen leidet, ist hingegen der Start das grosse Handicap. Das Duo Peter/Amrhein verlor auf den ersten Metern als 19. und 18. bereits 15 Hundertstel auf die Besten. Zudem erlaubte sich der Aargauer im zweiten Durchgang auch in der Bahn noch einen groben Schlenker. Zu viel des Ungemachs, um vorne mitzuhalten.

An der Spitze schien Francesco Friedrich regelrecht ins Ziel zu fliegen. Vom Start bis zum Ende war der 26-jährige Sachse eine Klasse für sich. Der vierte WM-Titel in Folge mit dem kleinen Schlitten ist ihm kaum noch zu nehmen. Das hat seit dem legendären Italiener Eugenio Monti (5 Siege von 1957 bis 1962) keiner mehr geschafft. Friedrich liegt bereits über eine halbe Sekunde vor dem Kanadier Justin Kripps, der zweimal die zweitbeste Laufzeit fuhr. Lochner, der die Weltcup-Rennen vor drei Wochen an gleicher Stätte dominiert hatte, liegt durch eine Grippe geschwächt auf dem dritten Platz.

Der zweite, überraschendere Kanadier Nick Poloniato, die erwartet starken Letten Oskars Melbardis und Oskars Kibermanis sowie Oldie Steven Holcomb liegen nicht weit hinter dem Bronzeplatz.

SDA-ATS

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