Heidrich/Vergé-Dépré stehen im EM-Final

Dieser Inhalt wurde am 19. September 2020 - 19:10 publiziert
(Keystone-SDA)

Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré spielen an der Beachvolleyball-EM im lettischen Jurmala um Gold. Im Halbfinal bezwingen sie die Tschechinnen Barbora Hermannova/Marketa Slukova in zwei Sätzen.

Die als Nummer 3 gesetzten Schweizerinnen befinden sich am einzigen wichtigen Kräftemessen der Saison in einer offenbar beneidenswerten Form. Im Halbfinal liessen Heidrich/Vergé-Dépré den beiden Tschechinnen jedenfalls keine Chance. Mit 21:11 und 21:17 demontierten die Zürcherin und die Bernerin ihre Gegnerinnen.

In ihrem ersten Final an einem Titelkampf treffen Heidrich/Vergé-Dépré am Sonntag auf das deutsche Duo Kim Behrens/Cinja Tillmann. Gegen das Überraschungsteam, das in den Achtelfinals die topgesetzten Nina Betschart/Tanja Hüberli aus dem Turnier geworfen hatte, treten die Schweizerinnen als Favoritinnen an.

Heidrich/Vergé-Dépré haben die Chance, sich als erst zweites Schweizer Frauenduo nach Simone Kuhn/Nicole Schnyder-Benoit im Jahr 2004 den EM-Titel zu holen. Vor zwei Jahren verpassten Betschart/Hüberli als Zweite den Triumph nur ganz knapp. Und letztes Jahr musste Heidrich/Vergé-Dépré als Vierte die EM in Moskau ohne Medaille verlassen.

Sieg gegen Olympiasiegerin

In dieser Saison, die wegen der Corona-Pandemie fast komplett ausgefallen ist, stimmt die Form bei Blockerin Heidrich und Verteidigungsspezialistin Vergé-Dépré, obwohl sie an der EM den Gruppensieg in der Vorrunde verpassten und deshalb den Umweg über die Sechzehntelfinals nehmen mussten.

Denn vor den beiden Tschechinnen, die seit Jahren eines der konstantesten Teams in Europa bilden, hatten die beiden 28-jährigen Schweizerinnen mit den Deutschen Margareta Kozuch/Laura Ludwig bereits ein weiteres Topduo bezwungen.

Gegen Olympiasiegerin Ludwig und die ehemalige Hallen-Nationalspielerin Kozuch verloren sie zwar den Startsatz 17:21, kehrten dann aber mit einem 21:16 stark zurück. Im Tiebreak führten die Schweizerinnen 11:4, als Ludwig wegen einer Rückenverletzung vorzeitig aufgeben musste.

Breer/Krattiger im Viertelfinal out

Für Florian Breer und Marco Krattiger, die letzten im Turnier verbliebenen Schweizer Männer, bedeuteten die Viertelfinals Endstation. Das neu formierte Team mit dem jungen Basler und dem routinierten Thurgauer scheiterten an den Russen Nikita Ljamin/Taras Myskiw 15:21, 18:21. In der Runde zuvor hatten sie die Niederländer Christiaan Varenhorst/Steven van de Velde knapp bezwungen.

Für Breer/Krattiger ist das Abschneiden als Erfolg zu werten. In Jurmala spielten sie ihr erst drittes gemeinsamen Turnier.

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