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Mujinga Kambundji setzt bei Spitzenleichtathletik Luzern ein weiteres Ausrufezeichen. Die 26-jährige Bernerin gewinnt über 100 m in einem starken Feld und belegt über 200 m den 2. Platz.

Zwar war Kambundji vor 7000 Zuschauern mit 11,12 Sekunden um neun Hundertstel langsamer als bei ihrem Schweizer Rekord vier Tage zuvor an der Athletissima in Lausanne. Dennoch ist die Leistung der Hallen-WM-Dritten über 60 m sehr hoch einzuschätzen. Einerseits war es mit einem Rückenwind von 0,2 m/s praktisch windstill, andererseits liess sie starke Konkurrentinnen hinter sich. Mit der Südafrikanerin Carina Horn (2./11,13) und der Amerikanerin Jenna Prandini (3./11,14) bezwang sie zwei Läuferinnen, die in diesem Jahr schon unter elf Sekunden gelaufen sind. Ausserdem weisen fünf Gegnerinnen eine bessere persönliche Bestzeit aus.

Shelly-Ann Fraser-Pryce, die Olympiasiegerin von 2008 und 2012 und dreifache Weltmeisterin in der Königsdisziplin, musste sich mit Rang 5 begnügen. Allerdings befindet sich die 31-jährige Jamaikanerin nach einer Baby-Pause noch auf Formsuche. Insofern ist das schwache Resultat erklärbar.

Derweil brillierte Kambundji 80 Minuten nach ihrem ersten Sieg bei Spitzenleichtathletik Luzern auch über die doppelte Distanz. Mit 22,48 Sekunden erzielte sie ihre zweitbeste Zeit über die halbe Bahnrunde. Schneller war sie einzig im vergangenen Jahr an den Schweizer Meisterschaften in Zürich (22,42) gewesen. Zur nationalen Bestmarke von Lea Sprunger fehlten ihr ein Zehntel.

Kambundji steht bereits am kommenden Freitag an den Schweizer Meisterschaften in Zofingen wieder am Start. Danach stehen vor den Europameisterschaften in Berlin (7. bis 12. August) noch Bellinzona und das Diamond-League-Meeting in Monaco im Programm.

Ratlose Lea Sprunger

Lea Sprunger hinterliess nach ihrem Auftritt über 400 m Hürden, in dem 28-jährige Waadtländerin in 54,92 Sekunden den 4. Platz belegte, einen ratlosen Eindruck. Die Zeit korrelierte nicht mit ihrem Gefühl. Eine Erklärung dafür hatte sie nicht, stimmte doch der Rhythmus. Sie weiss jedoch, dass sie schneller laufen kann, auch schneller wie in Lausanne, wo sie in 54,79 Sekunden eine europäische Saisonbestleistung aufgestellt hatte.

Diese Sicherheit gibt ihr die Tatsache, dass sie am Sonntag vor einer Woche in La Chaux-de-Fonds den eigenen Schweizer Rekord über 400 m flach pulverisiert hatte. Über die Hürden fehlt allerdings noch etwas.

Zihlmann mit Schweizer Rekord

Für einen Schweizer Rekord zeichnete im Hammerwurf der Frauen Nicole Zihlmann verantwortlich. Die 31-jährige Luzernerin verbesserte die eigene, vor zwei Jahren in Dischingen erzielte Bestmarke um 2,59 m auf 67,42 m. Trotz der immensen Steigerung nimmt sie mit dieser Weite in der europäischen Saisonbestenliste lediglich den 37. Rang ein.

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SDA-ATS